
Wenn die Batterie streikt
Reihenfolge bei der Starthilfe: Diese Fehler können fatal enden
Aktualisiert am 25.01.2026 – 10:01 UhrLesedauer: 3 Min.
Autobatterie leer? Überbrücken ist nicht schwer, doch wichtig ist die richtige Reihenfolge. So funktioniert es.
Eine defekte Autobatterie ist der häufigste Liegenbleibe-Grund in Deutschland: Bei den meisten der Autopannen (rund 42 Prozent) hat laut ADAC die Starterbatterie versagt. Das Auto springt nicht mehr an.
Wenn das passiert, ist in vielen Fällen die Batterie schuld. Doch bevor der Nachbar oder jemand anderes Starthilfe geben muss, sollten Sie schon vor dem Start einige Energiefresser wie Beleuchtung, Radio, Gebläse und Sitzheizung beim Pannenfahrzeug ausschalten. Das schont die Autobatterie.
Springt das Auto dennoch nicht an, sollten Sie erfolglose Startvorgänge spätestens nach zehn Sekunden abbrechen und erst nach etwa einer halben Minute wiederholen.
Weigert sich das Pannenauto weiterhin, hilft nur noch eine Überbrückung weiter. Doch bei der Starthilfe beim Auto sind einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:
Auf keinen Fall sollte eine völlig entladene Batterie fremd gestartet werden, da Explosionsgefahr besteht, rät die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ). Zudem kann falsche Starthilfe teure Schäden an der Bordelektronik verursachen.
Zunächst einmal müssen Spenderbatterie und Empfängerbatterie die gleiche Spannung haben. Die entladene Autobatterie darf nicht vom Bordnetz getrennt werden. Zwischen den Fahrzeugen darf kein Karosseriekontakt bestehen.
Und so werden die Batterien der beiden Fahrzeuge richtig miteinander verbunden:
Der häufigste Fehler hierbei ist, dass das schwarze Starthilfekabel nicht an Masse, sondern an den Minuspol der entladenen Batterie angeklemmt wird. Dabei können sich explosive Gase durch Funkenschlag entzünden, warnt die GTÜ.
Wenn Sie beide Batterien korrekt verbunden haben, werden die Motoren gestartet. Zuerst im Spenderauto, wenige Minuten später im Empfängerauto.
Anschließend sollten beide Motoren ungefähr drei Minuten lang laufen. Dann können Sie das Ladekabel abklemmen.
Springt der Motor wieder an, sollten Sie im gestarteten Wagen einen starken elektrischen Verbraucher einschalten, zum Beispiel das Gebläse oder die Heckscheibenheizung.
So vermeiden Sie Spannungsspitzen, wenn Sie die Polzangen wieder lösen. Laut ADAC ist das nicht erforderlich bei Überbrückungskabeln mit integrierter Schutzschaltung.
Erst dann lösen Sie die Klemmen in umgekehrter Reihenfolge: Erst das schwarze Kabel am Massepunkt des Empfängerfahrzeugs lösen, dann am Minuspol des Spenderfahrzeugs. Dann das rote Starterkabel vom Pluspol des Empfängerautos und dann vom Pluspol des Spenderautos abziehen. Am Ende können Sie die Motorhauben wieder schließen.











