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Home » Die kuriose Geschichte des Signal de Botrange
Deutschland

Die kuriose Geschichte des Signal de Botrange

By zeit-heute.deMai 9, 20262 Mins Read
Die kuriose Geschichte des Signal de Botrange
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Ausflugstipp ab Düsseldorf

Der höchste Berg Belgiens ist weltweit einzigartig


09.05.2026 – 21:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Der Signal de Botrange in Belgien: Weil der Berg nur rund 694 Meter hoch ist, wurde ein Aussichtsturm errichtet, der bis auf 700 Meter führt. (Quelle: IMAGO/Joel Hoylaerts)

Der Signal de Botrange liegt mitten in einem Moorgebiet. Der höchste Punkt Belgiens hat eine besonderes Geschichte.

120 Kilometer trennen Düsseldorf und den höchsten Berg Belgiens. Der 694,24 Meter hohe Signal de Botrange liegt im Gemeindegebiet von Weismes in der Provinz Lüttich – und ist der höchste Punkt Belgiens. Er ist dabei umringt vom Hohen Venn, einem der ältesten Hochmoorgebiete Europas mit Torfmooren, Heidelandschaften, Buchenwäldern und offenen Hochflächen. Hinauf führen mehrere Wanderwege mit tollen Ausblicken.

Dabei hat der Berg eine kuriose Geschichte. Denn er wurde künstlich erhöht: Der sogenannte Baltia-Hügel, benannt nach Generalleutnant Herman Baltia, wurde kurz nach dem Ersten Weltkrieg aufgeschüttet, um ihn auf eine Höhe von 700 Metern zu bringen.

Die natürliche Höhe des Signal de Botrange liegt bei etwa 692 Metern. Durch den Hügel sowie einen darauf stehenden Turm und einen Gedenkstein wird offiziell jedoch die Marke von 694,24 Metern erreicht. Damit ist er klar der höchste Punkt Belgiens – mit oder ohne Treppenturm.

Politisch und historisch ist der Hintergrund bedeutsam: Nach dem Versailler Vertrag von 1919 fiel das zuvor zum Deutschen Reich gehörende Gebiet Eupen-Malmedy-St. Vith an Belgien. Damit verlagerte sich auch der höchste Punkt des Landes – zuvor die knapp 675 Meter hohe Baraque Michel – zur rund 20 Meter höheren Botrange.

Die Anfahrt ist einfach: Von Düsseldorf aus geht es zunächst über die A44 und dann über Aachen und Eupen auf die N676 zum Signal de Botrange. Vor Ort gibt es einen großen Parkplatz, ein Informationszentrum und ein kleines Bistro. Von dort führt ein Fußweg über die Treppe am Baltia-Hügel zum höchsten Punkt. Bei guter Sicht reicht der Blick von oben weit – bis nach Deutschland.

Zum Schluss noch ein Hinweis für alle Technik-Begeisterten: Da Belgien und Deutschland unterschiedliche Bezugspunkte für die Meereshöhe nutzen – Belgien orientiert sich am Ostender Pegel, Deutschland am Amsterdamer Pegel – können bei Höhenangaben kleine Abweichungen auftreten.

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