
Die Deutschen Handballer stehen im Endspiel der Europameisterschaft. Wer überzeugte, wer fiel ab? Die Noten zum Halbfinalsieg über Kroatien.
Aus Herning berichtet Nils Kögler
Deutschlands Handballer greifen nach EM-Gold. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason setzte sich im Halbfinale gegen Angstgegner Kroatien mit 31:28 (17:15) durch und hat ihre erste Medaille bei einer Europameisterschaft seit dem Titel 2016 sicher.
Vor 15.000 Zuschauern im dänischen Herning war der Kieler Lukas Zerbe mit sechs Treffern bester Werfer des DHB-Teams. Nach Andreas Wolffs acht Paraden bis zur Pause sah Gislason keinen Anlass für einen Wechsel im Tor. Dank starker Defensivleistung zog Deutschland auf 20:16 davon. Und bei der DHB-Riege funktionierte plötzlich alles. Vor allem Kreisläufer Justus Fischer ragte mit drei Blocks innerhalb weniger Sekunden heraus.
Die eigenen Ballverluste im Angriffsspiel machte Wolff zunächst mit seinen starken Paraden wett. Spielmacher Juri Knorr strahlte zwar in der ersten Halbzeit viel Torgefahr aus, agierte aber ab und an zu verspielt.
In der Schlussphase schlichen sich wieder einige Fehler ins deutsche Spiel ein, doch die DHB-Auswahl ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. „Ich bin extrem stolz auf die Jungs, durch diese Todesgruppe durchgekommen und nun im Finale zu sein. Das ist eine phänomenale Leistung von allen“, sagte Gislason in der ARD.
Welche deutschen Stars besonders zu überzeugen wussten und welche etwas abfielen, lesen Sie oben in der Fotoshow oder hier.
Im Endspiel am Sonntag (18 Uhr im t-online-Liveticker) trifft der Olympia-Zweite entweder auf die dänischen Überflieger um Welthandballer Mathias Gidsel oder auf Außenseiter Island. Gegen Dänemark musste das deutsche Team bereits in der Hauptrunde antreten und verlor vor wenigen Tagen mit 26:31.











