
Gegen Topfavorit Dänemark hält die deutsche Mannschaft lange gut mit. Doch am Ende ist der Leistungsunterschied innerhalb des Teams im Finale zu groß.
Aus Herning berichtet Nils Kögler
Deutschlands Handballer haben sich ihren Final-Traum nicht erfüllt. Trotz einer mitreißenden Teamleistung war am Sonntagabend Olympiasieger und Weltmeister Dänemark beim 27:34 (16:18) zu stark.
„Ich bin stolz auf die Leistung, stolz auf das ganze Turnier“, sagte Kapitän Johannes Golla im ZDF. „Wir haben uns nicht aufgegeben. Wir sind bis zur 45., 50. Minute im Spiel.“ Das DHB-Team habe sich „mit einer vernünftigen Leistung vom Turnier verabschiedet. Glückwunsch an Dänemark. Wir wollen auf jeden Fall wiederkommen.“
Zwar schmerzte die Niederlage in einem lange Zeit ausgeglichenen und hochintensiven Endspiel, doch mit der Silbermedaille feierte das deutsche Team den größten Erfolg bei einer EM seit dem Titelgewinn 2016.
Auch Teammanager Benjamin Chatton fiebert bereits einem nächsten Endspiel gegen Dänemark entgegen: „Heute sind wir traurig, aber ab morgen werden wir uns vornehmen: Wenn wir nochmal ein Finale gegen die Dänen spielen dürfen, dann wollen wir es gewinnen“, sagte er bei Dyn.
Vor 15.000 Zuschauern im dänischen Herning gestalteten Torhüter Andreas Wolff und seine Mitspieler die Partie lange ausgeglichen. Der Schlussmann war mit seinen Paraden wieder einmal bester deutscher Spieler und verhinderte, dass die Dänen früher davonzogen. Welche Note er dafür in der t-online-Einzelkritik bekommen hat und wie seine Teamkollegen abschnitten, lesen Sie hier oder oben in der Fotoshow.
Doch in der zweiten Halbzeit drehten die Gastgeber um Welthandballer Mathias Gidsel auf. Zumal sich die dezimierte deutsche Abwehr nach dem kurzfristigen Ausfall von Justus Fischer früh selbst schwächte. Abwehrstar Tom Kiesler sah nach hartem Einsteigen gegen Gidsel bereits nach 14 Minuten die Rote Karte, Jannik Kohlbacher wurde nach 57. Minuten wegen gefährlichen Spiels ebenfalls mit Rot vom Feld geschickt.









