Gensheimer degradiert
Deutsche Handball-Ikone muss Aufgabe abgeben
03.04.2026 – 18:56 UhrLesedauer: 1 Min.
Uwe Gensheimer sollte die Rhein-Neckar Löwen als Sportlicher Leiter zurück nach oben führen. Doch nach weniger als zwei Jahren muss er die Rolle wieder abgeben.
Die Rhein-Neckar Löwen haben Uwe Gensheimer als Sportlichen Leiter abgelöst. Den Posten hatte der frühere Kapitän der deutschen Nationalmannschaft erst im Sommer 2024 übernommen – unmittelbar nach seinem Karriereende als Profi. Jetzt wurde er degradiert.
Wie die Löwen am Karfreitag mitteilten, solle Gensheimer den Handball-Bundesligisten künftig „insbesondere bei Themen wie Internationalisierung, Scouting-Netzwerk und der strategischen Vereins-Entwicklung unterstützen und repräsentieren“. Die Kaderplanung übernimmt kommissarisch Cheftrainer Maik Machulla mit seinem Trainerteam.
Löwen-Geschäftsführer Holger Bachert erklärte: „Nicht jede Konstellation funktioniert so, wie man es sich vorstellt – das ist auch nichts Ungewöhnliches. Wir haben das gemeinsam besprochen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir uns neu aufstellen wollen.“ Gensheimer sei „das Gesicht der Löwen“.
Gensheimer ergänzte, die Wochen vor der Entscheidung seien „nicht einfach“ gewesen: „Die Löwen sind ein Teil von mir. Das stand nie in Frage. Jetzt freue ich mich nach vorne zu blicken und die Löwen auch auf diese Weise nach vorne bringen zu können.“
Der in Mannheim geborene Gensheimer begann seine Profikarriere 2003 beim Vorgängerverein SG Kronau/Östringen. Mit Ausnahme von drei Jahren bei Paris Saint-Germain (2016–2019) spielte er ausschließlich für die Badener. Als Spieler feierte er mit den Löwen 2016 die Meisterschaft und 2023 den Pokalsieg. Für die deutsche Handball-Nationalmannschaft machte er als Linksaußen mehr als 200 Spiele.












