
Seine Spieler nahmen Gíslason nach dem Spiel allerdings in Schutz. Abwehr-Hühne Tom Kiesler sagte zwar: „Es ist natürlich ärgerlich. Wenn er die Auszeit nicht nimmt, ist es ein Tor“, schränkte aber ein: „An dem einen Tor lag es aber wohl nicht heute.“ Kapitän Johannes Golla wurde noch deutlicher. „Alfred entscheidet sich eigentlich in einem guten Moment für die Auszeit, weil der Arm (des Schiedsrichters, um Zeitspiel anzuzeigen, Anm. d. Red.) noch nicht oben war“, sagte er.
Dass Knorr in der Situation dann erfolgreich eingelaufen und zum Abschluss gekommen sei, sei keinem geplanten Spielzug, sondern der Intuition des Spielers zu verdanken gewesen. „Jetzt war es ungünstig, aber mein Gott, das passiert“, wischte Golla den Fehler des Trainers weg. „Da sind wir ihm nicht böse. Er ist uns auch nicht böse, wenn wir einen freien Ball verwerfen oder einen dummen Fehler machen.“ Ähnlich wie Kiesler bekräftigte der Kreisläufer: „Das passiert einfach und auch an der Szene hat es heute nicht gelegen, sondern wir hatten viele Situationen, oder eigentlich das ganze Spiel Zeit, es besser zu machen. Da wollen wir nicht zu viel auf das eine Missgeschick gucken.“
Der betroffene Knorr selbst sah es ähnlich: „Das passiert“, sagte er knapp am ARD-Mikrofon und führte aus, in der Szene den Tiefpunkt einer schlechten zweiten Halbzeit zu sehen, in der die deutsche Mannschaft eine Vier-Tore-Halbzeitführung aus der Hand gab. „Das war die Kirsche auf der Torte“, so Knorr.











