Historische Zahlen
Verkäufe verdreifacht: DFB-Trikot wird Adidas-Renner
24.06.2026 – 19:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko geht die deutsche Nationalmannschaft in Trikots mit Retro-Touch an den Start. Nun hat der Chef von Adidas über die Verkaufzahlen gesprochen.
Nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit endet die Kooperation zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Sportartikelhersteller Adidas Ende 2026. Bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko geht der viermalige Weltmeister zum letzten Mal in Trikots des Konzerns aus Herzogenaurach an den Start.
Und die Trikots sind offenbar echte Verkaufsschlager. Dies berichtete Adidas-Chef Björn Gulden bei einem Termin in New York. Demnach verkauften sich die deutschen Trikots – das weiße Heimtrikot, das im Design an die Spielkleidung der WM 1990 angelehnt ist, das dunkelblaue Auswärtstrikot und das Torwarttrikot – bisher gleich dreimal so gut wie die Jerseys vor vier Jahren beim Turnier in Katar 2022.
Milliardengeschäft erwartet
Dies sei der höchste jemals erzielte Absatz in Deutschland für eine WM, erklärte Gulden weiter, ohne genaue Zahlen zu nennen. Nur in Mexiko und Argentinien würden noch mehr Nationaltrikots verkauft als in Deutschland. „Ich schätze, dass bei dieser WM mehr als drei Millionen deutsche Trikots an den Konsumenten verkauft werden“, sagte Gulden. Interessant dazu: Das blaue Auswärtstrikot verkaufe sich aktuell sogar noch besser als das damals hochgelobte pinke Shirt von der Heim-EM 2024.
Welches Spielertrikot am meisten verkauft werde, könne Gulden nicht sagen, weil ihm dazu keine konkreten Zahlen vorliegen. Allerdings verändere sich das je nach den jeweiligen Spielerleistungen. Aktuell sei etwa das Trikot von WM-Entdeckung Felix Nmecha sehr beliebt.
Trotz der starken Absatzzahlen in Deutschland seien die USA der größte Markt für Adidas, erklärte der 61-Jährige weiter – ungefähr so groß wie Europa, Süd- und Mittelamerika zusammen. Gulden erwartet für die WM ein Geschäft von bis zu 1,5 Milliarden Euro für sein Unternehmen. Der Norweger rechnet dadurch mit dem erfolgreichsten Turnier überhaupt für Adidas.
2027 übernimmt der US-Sportartikelgigant Nike die Ausstattung der DFB-Elf, das Unternehmen hatte dem in den vergangenen Jahren finanziell angeschlagenen Verband ein hoch dotiertes Angebot gemacht, das dieser nicht ablehnen konnte.












