Joker entscheidet die Partie
Spätes Tor rettet den Sieg: Deutschland schlägt Ghana
Aktualisiert am 30.03.2026 – 22:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Im zweiten Testspiel des Jahres dominiert Deutschland lange das Geschehen. Den Sieg gibt es aber erst in den Schlussminuten.
Ein spätes Tor hat Deutschland den Sieg im Testspiel gegen Ghana gerettet. Deniz Undav erzielte in der 88. Minute den 2:1-Siegtreffer in Stuttgart. Dabei war die DFB-Auswahl fast über die vollen 90 Minuten spielbestimmend, ließ zu viele Chancen liegen, traf zweimal das Aluminium. Das Führungstor fiel erst in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs. Kai Havertz verwandelte einen Handelfmeter (45.+1). Für Ghana erzielte Fatawu Issahaku in der 70. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich.
Drei Tage nach dem 4:3 in der Schweiz mit einem zauberhaften Florian Wirtz richteten sich viele Blicke auf die zuletzt wacklige deutsche Defensive. „Generell ist ein Zu-Null immer schön und gut“, gab Bundestrainer Nagelsmann als Marschroute aus: „Aber am Ende erwarte ich, dass wir gewinnen.“ Hierfür brachte der Bundestrainer vier frische Kräfte, er schickte Torhüter Alexander Nübel, Linksverteidiger Nathaniel Brown sowie Pascal Groß und Nick Woltemade neu in die Anfangsformation. Leroy Sané und Leon Goretzka blieben vorerst draußen.
Deutschland legte sehr druckvoll und variabel los, nach toller Kombination über Wirtz und Kai Havertz schoss allerdings Woltemade freistehend Zentimeter am langen Eck vorbei (4.). Kurz darauf hatte Ghana Glück, dass der Wolfsburger Jonas Adjetey bei einem Foul an Havertz als letzter Mann nur Gelb sah (5.). Den anschließenden Freistoß setzte Wirtz vor 52.723 Zuschauern im ausverkauften Stuttgarter Stadion an den Außenpfosten (6.).
Im eigenen Ballbesitz zogen die Außenverteidiger Joshua Kimmich und der gute Startelf-Debütant Brown immer wieder nach innen, die offensiv komplett harmlose Elf von Otto Addo wirkte überfordert. Die Führung schien angesichts des Dauerdrucks und des immer wieder zuschnappenden Gegenpressings eine Frage der Zeit zu sein, bei einsetzendem Regen schlichen sich dann aber zahlreiche Ungenauigkeiten ein.
Die Fans forderten nach rund einer halben Stunde lautstark Deniz Undav, der erhob sich von der Bank und winkte ins Publikum. Nach einem Schuss von Angelo Stiller gab Schiedsrichter Stuart Atwell nach Handspiel von Adjetey einen Elfmeter nach Videobeweis – 632 Tage zu spät. 2024 hatte er im EM-Viertelfinale gegen Spanien beim legendären Handspiel von Marc Cucurella als Videoassistent nicht eingegriffen, diesmal nutzte Havertz die Chance vom Punkt eiskalt.












