Per Charterflug
Deutschland schiebt 20 Straftäter nach Afghanistan ab
Aktualisiert am 26.02.2026 – 12:50 UhrLesedauer: 1 Min.
Diese Abschiebung markiert den jüngsten Schritt in Deutschlands Migrationspolitik: Ein Charterflug bringt 20 Straftäter zurück nach Afghanistan.
Die Bundesregierung hat 20 Straftäter per Charterflug nach Afghanistan abgeschoben. Das bestätigte das Innenministerium in einer Pressemitteilung. Es handelt sich um die ersten Abschiebungen per Direktflug, die unter dem neuen Abkommen der Bundesregierung mit dem Taliban-Regime in Afghanistan stattfinden. Zunächst hatte die „Bild“ berichtet.
Nach Angaben des Ministeriums war es der erste Charterflug, der ohne die Unterstützung anderer Staaten auf Grundlage einer direkten Vereinbarung zustande kam. Bei vorigen Flügen hatte Katar vermittelt. Mitarbeiter des Ministeriums haben nun eine Vereinbarung mit den islamistischen Taliban gefunden.
Demnach sei der Flug am Donnerstagvormittag von Leipzig gestartet. Die „Bild“ schreibt unter anderem von einem Sexualstraftäter und einem Mann, der einen Mitarbeiter der Bahn geschlagen haben soll. Die Zeitung zitiert einen Sprecher des Bundesinnenministeriums: „Abgeschoben wurden vollziehbar ausreisepflichtige Männer, die in Deutschland straffällig geworden sind – unter anderem wegen Sexualdelikten, Körperverletzung und Drogendelikten.“
Die Kontakte zu den Taliban sind hochumstritten, denn offiziell unterhält die Bundesregierung keine diplomatischen Beziehungen zu den Islamisten, die seit August 2021 wieder in Afghanistan an der Macht sind. Wegen ihrer Missachtung von Menschen- und vor allem Frauenrechten sind sie international isoliert.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte: „Unsere Vereinbarung schafft eine verlässliche Grundlage für direkte und dauerhafte Abschiebungen nach Afghanistan.“











