Auftakt in Italien
Deutsches Paralympics-Team boykottiert Athletenparade in Verona
03.03.2026 – 21:43 UhrLesedauer: 1 Min.
Aus Protest verzichtet das deutsche Para-Team auf die Teilnahme an der Athletenparade der Paralympics-Eröffnungsfeier. Der Grund dafür sorgt international für Diskussionen.
Das deutsche Para-Team hat entschieden, bei der Eröffnungsfeier der Paralympics in Verona nicht an der Athletenparade teilzunehmen. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) betonte drei Tage vor Beginn des Events: „Diese Entscheidung dient sowohl der Konzentration auf die bevorstehenden Wettkämpfe als auch dem Anliegen, die solidarische Haltung gegenüber der ukrainischen Delegation respektvoll zum Ausdruck zu bringen.“
Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Christiane Schenderlein, schloss sich dem Protest an und erklärte, ebenfalls nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen zu wollen. Schenderlein äußerte Bedenken gegenüber der Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), russische und belarussische Sportler unter ihrer Landesflagge zuzulassen.
Der DBS kritisierte diese Entscheidung und betonte die Wichtigkeit, die paralympischen Werte zu leben und die Integrität des Sports zu schützen. Der Verband erklärte: „Gerade in herausfordernden Zeiten bleibt es unsere gemeinsame Aufgabe, die paralympischen Werte sichtbar zu leben und die Integrität des Sports entschlossen zu schützen.“
Zuvor hatten die Ukraine und Estland angekündigt, der Eröffnungsfeier aus Protest komplett fernzubleiben. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha forderte alle Länder und nationalen Paralympischen Komitees auf, die Eröffnungsfeier zu boykottieren.
Die Aufhebung der Sanktionen durch das IPC ermöglicht es russischen und belarussischen Athleten, wieder unter ihrer Landesfahne anzutreten. Diese Entscheidung hat weltweit Kritik hervorgerufen, die auch von Staatsministerin Schenderlein geteilt wird.












