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Home » Deutscher Rüstungszulieferer strebt an die Börse
Wirtschaft

Deutscher Rüstungszulieferer strebt an die Börse

By zeit-heute.deMärz 6, 20262 Mins Read
Deutscher Rüstungszulieferer strebt an die Börse
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Boomender Markt

Nächster deutsche Rüstungsfirma strebt an die Börse

Aktualisiert am 06.03.2026 – 17:04 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Patriot-Flugabwehrsystem bei einer Bundeswehrübung: In dem System sind auch Vincorion-Komponenten verbaut. (Quelle: Jens Büttner/dpa/dpa-bilder)

Die Waffenschmiede Rheinmetall ist längst an der Börse, die Sensorenfirma Hensoldt und der Getriebefabrikant Renk sind es auch. Bald wird die Liste börsennotierter deutscher Rüstungsfirmen länger.

Vor dem Hintergrund der boomenden Nachfrage nach Waffen wagt sich die nächste deutsche Rüstungsfirma aufs Börsenparkett. Der Rüstungszulieferer Vincorion teilte in Wedel bei Hamburg mit, dass er im ersten Halbjahr 2026 einen Börsengang in Frankfurt plane. Vincorion hat rund 900 Beschäftigte, die im Wesentlichen am Firmensitz in Wedel, im bayerischen Altenstadt und in Essen (NRW) sind.

Das deutsche Unternehmen mit rund 900 Vollzeitstellen gehörte bis 2022 zum Thüringer Technologiekonzern Jenoptik. Dann wurde es an einen britischen Finanzinvestor verkauft. Der möchte sich nun von einem Teil seiner Anteile trennen, künftig aber an Bord bleiben. Vincorion stellt Generatoren, Mechatronik und andere Energielösungen her, zu den Kunden gehören die Panzerbauer Rheinmetall, KNDS und diverse andere große Unternehmen.

Die Komponenten von Vincorion sind etwa in den Flugabwehrsystemen Patriot und Iris-T verbaut, hierbei geht es um die Stromversorgung. Außerdem hat der Mittelständler ein ziviles Geschäft, so sind etwa in Airbus-Passagiermaschinen Heizelemente und in Hubschraubern Rettungswinden der norddeutschen Firma eingebaut.

Vincorion kam im vergangenen Jahr eigenen Angaben zufolge auf einen Umsatz von 240 Millionen Euro, Angaben zum Gewinn machte es nicht. Im Zeitraum 2023 bis 2025 lag das jährliche Umsatzwachstum den Angaben zufolge durchschnittlich bei 22 Prozent. Zum Jahreswechsel lag der Gesamtauftragsbestand bei rund 1,1 Milliarden Euro. Vincorion ist ein Kunstname aus dem lateinischen Wort „vincere“ (siegen) und dem Sternbild Orion.

Konzernchef Kajetan von Mentzingen wertet den Börsengang als nächsten Schritt auf dem erfolgreichen Weg von Vincorion. „Als Unternehmen im Zentrum des dynamisch wachsenden Verteidigungs- und Sicherheitssektors stellt Vincorion das Fundament der Energieversorgung für moderne Kriegsführung und Zivilschutz“, sagt der frühere Airbus-Manager.

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