
Bronze bei Olympia
Deutscher Medaillengewinner von Russland bedroht
Aktualisiert am 19.02.2026 – 17:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Nikita Volodin holte mit seiner Tanzpartnerin Minerva Hase Bronze für Deutschland beim olympischen Eiskunstlauf. Das gefällt einem russischen Sportfunktionär überhaupt nicht.
Mikhail Degtyaryov, Russlands Sportminister und Chef des Nationalen Olympischen Komitees, hat Deutschlands Bronzemedaillen-Gewinner Nikita Volodin Landesverrat vorgeworfen. Im russischen Staatsfernsehen sagte Degtyaryov: „Die Staatsbürgerschaft zu wechseln, ist purer Verrat. Und das ist meine Meinung, und sie ist richtig.“
Als Konsequenz will er die Einreise für Athleten und Athletinnen, die die russische Staatsbürgerschaft zugunsten einer anderen gewechselt haben, erschweren. „Wir versorgen sie mit Essen, Bildung, Trainern und Sportanlagen. Und dann, zack, werfen sie ihre Pässe weg und verschwinden. Wenn wir ihnen alles nehmen, ihnen die Einreise und die Nutzung unserer Sportanlagen verbieten, dann haben wir unser Ziel erreicht.“
Von diesen Konsequenzen könnte Nikita Volodin betroffen sein, auf den die Aussagen gemünzt sind. Der 26-Jährige ist in St. Petersburg geboren, wurde im Spätsommer 2025 in Deutschland eingebürgert und besitzt nun zwei Pässe. Seit 2022 läuft er mit Minerva Hase. Dass nun die erste gemeinsame Medaille folgte, scheint Degtyaryov nicht zu gefallen.
Volodin und Hase äußern sich wegen drohender Konsequenzen nicht zu Russland und dem Krieg gegen die Ukraine. Laut „Bild“ sagte Hase: „Wir haben eine klare Meinung, aber die bleibt privat.“ Volodin schwieg gänzlich.
Video | Olympia-Star bricht in höhnisches Gelächter aus
Player wird geladen
Hase und Volodin möchten keinesfalls die russische Regierung provozieren, da Volodins Eltern mit seiner siebenjährigen Schwester, die Eisschnelllauf betreibt, noch immer in Russland leben. Auch Volodins Freundin lebt in Russland.










