
Unter Tuchel hat die englische Fußballnationalmannschaft schon jetzt Geschichte geschrieben – sie hat die perfekte Qualifikation gespielt und das Ticket für die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada gelöst. Acht Spiele, acht Siege. Null Gegentore. Das war nie zuvor einem europäischen Team gelungen.
Entsprechend selbstbewusst tritt Tuchel auf. „Das ist die Entscheidung, und die Entscheidung muss er akzeptieren“, sagte der England-Coach nach der Partie gegen Albanien mit Blick auf Bellingham. „Sein Freund wartet am Spielfeldrand, also muss man das akzeptieren, respektieren und weitermachen.“
Bellingham und Rogers sind nur wenige Kilometer voneinander entfernt in den englischen Midlands aufgewachsen, sie gingen zusammen zur Schule, spielten im gleichen Team Jugendfußball. Rogers nannte Bellingham mal „meinen kleinen, großen Bruder“. Doch beide spielen eben auch auf der gleichen Position. Und Tuchel macht klar, dass er auf Sentimentalitäten keine Rücksicht nimmt. Er wolle zwar „nicht mehr daraus machen“, stehe aber zu seinem Wort. „Respekt gegenüber den Teamkollegen, die reinkommen, ist unerlässlich“, so der Deutsche.
Dass Tuchel für die Länderspiele im Oktober auf Bellingham verzichtete, hatte in englischen Medien für Aufsehen gesorgt. Der Trainer wurde als „Mann mit der Axt“ und „skrupellos“ beschrieben. Davon unbeeindruckt hatte Tuchel zuletzt betont, dass er Bellingham keinen Stammplatz im offensiven Mittelfeld garantiere. Der Real-Star müsse sich seinen Platz genauso wie alle anderen Spieler verdienen.










