
Bestes Ergebnis der Geschichte
Deutsche Bank meldet Rekordgewinn
29.01.2026 – 11:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Sechs Jahre in Folge schreibt die Deutsche Bank schwarze Zahlen. Parallel ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen früherer Geschäftsbeziehungen zu verdächtigen Auslandsgesellschaften.
Die Deutsche Bank hat das beste Vorsteuerergebnis ihrer Geschichte erzielt: rund 9,7 Milliarden Euro vor Steuern 2025. Es entstand ein Überschuss von 6,1 Milliarden Euro, noch etwas mehr als die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt von 5,94 Milliarden ausgegangen waren. Das bedeutet einen Gewinnsprung in Rekordhöhe für den Dax-Konzern aus Frankfurt.
2025 ist nun das sechste Jahr in Folge, das die Deutsche Bank mit Gewinn abschließen kann. Konzernchef Christian Sewing kommentiert den Erfolg seines Geldhauses auf dessen Website. Man sei „auf dem Weg zu unserem langfristigen Ziel, der europäische Champion zu werden“.
Die Aktionäre sollen für 2025 eine Dividende von einem Euro je Aktie erhalten, nach 68 Cent je Aktie im Jahr zuvor. Hinzu kommt, dass die Bank die aufsichtsrechtliche Genehmigung für weitere Aktienrückkäufe im Volumen von einer Milliarde Euro erhalten hat.
Noch 2024 hat die Deutsche Bank vor Steuern knapp 5,3 Milliarden Euro verdient, unterm Strich blieben für die Aktionäre rund 2,7 Milliarden. Dass der Gewinn niedriger ausfiel, lag vor allem an Entschädigungszahlungen an frühere Postbank-Aktionäre.
Für die nächsten Jahre schraubt der Vorstand die Erwartungen schon wieder hoch: mehr Erträge, mehr Einsparungen und eine Eigenkapitalrendite von über 13 Prozent. Das Etappenziel für 2025 hat die Bank mit 10,3 Prozent erreicht.
Die Veröffentlichung der Rekordgewinne wird dabei von einem Vorwurf der Geldwäsche überschattet. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Verantwortliche und Mitarbeiter der Bank. Im Rahmen einer Razzia durchsuchten Ermittler einen Tag vor der Bilanzvorlage unter anderem die Zentrale in Frankfurt sowie Geschäftsräume in Berlin. Nach Angaben der federführenden Frankfurter Staatsanwaltschaft geht es um frühere Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften, die selbst im Verdacht stehen, Geldwäsche betrieben zu haben.
Konzernchef Christian Sewing sagte den Behörden volle Unterstützung bei der Aufklärung der Vorwürfe zu. „Nach den Informationen, die uns vorliegen, geht es um Transaktionen aus den Jahren 2013 bis 2018. Ausgangspunkt ist eine vorgeblich zu spät abgegebene Geldwäscheverdachtsanzeige“, sagte Sewing bei der Vorlage der Jahreszahlen.
Auf dieser Basis prüfe die Frankfurter Staatsanwaltschaft, ob es Anhaltspunkte für mögliche Geldwäsche gebe, sagte Sewing. „Selbstverständlich arbeiten wir vollumfänglich mit den Behörden zusammen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns darüber hinaus – auch auf der heutigen Jahresmedienkonferenz – nicht äußern können.“










