Neue Strategie
Deutsche Bahn will dieses Jahr erstmals wieder profitabel sein
25.06.2026 – 15:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach Jahren mit roten Zahlen peilt die Deutsche Bahn 2026 wieder einen operativen Gewinn an. Bis 2030 soll das Ergebnis weiter deutlich steigen.
Die Deutsche Bahn (DB) will in diesem Jahr auch unter dem Strich wieder in die Gewinnzone fahren. „Erstmals seit Jahren wird das Ergebnis nach Steuern der DB ab 2026 positiv sein“, teilte der Staatskonzern am Donnerstag in Berlin mit. Das operative Ergebnis werde bis 2030 um über eine Milliarde auf 1,7 Milliarden Euro verbessert.
Die seit Oktober amtierende Bahn-Chefin Evelyn Palla hat die neue Strategie diese Woche dem Aufsichtsrat vorgestellt. Sie will die Konzernführung schlanker aufstellen, den Wildwuchs bei den internen Dienstleistungsunternehmen beenden und die Pünktlichkeitswerte verbessern.
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„Wir verabschieden uns von unerreichbaren Versprechen“, sagte Palla. Vielmehr solle es realistische Ziele geben. Palla will sich von starken Wachstumszielen – wie einst der Verdoppelung der Reisendenzahl – lösen, weil das Schienennetz in Deutschland bereits überlastet ist und selbst mit Geldern aus dem neuen Infrastrukturtopf vor allem der Bestand saniert werden soll. Der Neubau spielt kaum eine Rolle. Palla will, dass in den operativen Einheiten mehr Verantwortung übernommen wird.

In ihrer Strategie für die nächsten zehn Jahre wird 2026 als Jahr des Umbaus beschrieben. Dieser soll ab 2028 zu Kosteneinsparungen von 500 Millionen Euro pro Jahr bei den Sach- und Personalkosten führen. Bis 2030 sollen dann spürbare Fortschritte bei der Sanierung des Netzes gelingen. 2035 – im Jahr des 200-jährigen Eisenbahn-Jubiläums – soll die Sanierung abgeschlossen werden.
Dann wird von einer Pünktlichkeit im Fernverkehr von 80 Prozent ausgegangen. Im vergangenen Jahr waren lediglich 60,1 Prozent der Fernverkehrszüge pünktlich. Als Zwischenschritt soll bis 2030 die Pünktlichkeit im Fernverkehr auf 69 bis 72 Prozent steigen und im Regionalverkehr bei 89,5 bis 91,5 Prozent liegen. Das soll durch die Sanierung weiterer Streckenabschnitte im Schienennetz möglich werden.
Die Bahn rechnet im Fernverkehr künftig wegen eines stärkeren Wettbewerbs mit einem Marktanteil von stabil rund 85 Prozent, aktuell sind es noch 95 Prozent. Im Regionalverkehr will sie ihren Marktanteil von aktuell 59 Prozent bis 2030 halten.












