Katholische Feiertage
Das ist der Unterschied zwischen Allerheiligen und Allerseelen
Aktualisiert am 02.11.2025Lesedauer: 2 Min.
In vielen Regionen werden Bräuche der Gedenktage Allerheiligen und Allerseelen vermischt. Ursprünglich hatten die Tage verschiedene Bedeutungen.
Allerheiligen und Allerseelen gedenken zwar Verstorbener, unterscheiden sich jedoch stark in ihrer Bedeutung und Praktik. Während Allerheiligen Heilige ehrt, ist Allerseelen den verstorbenen Verwandten gewidmet.
Allerheiligen: Ein Hochfest der katholischen Kirche
Allerheiligen ist ein katholischer Feiertag und findet jedes Jahr am 1. November statt. An diesem Tag gedenken Katholiken aller bekannten sowie unbekannten christlichen Heiligen. Traditionell geschieht das im Ausgleich dafür, dass nicht jedem der frommen Glaubensvertreter ein einzelner Tag gewidmet werden kann. Zudem sollen auch diejenigen bedacht werden, die niemals offiziell zu Heiligen erklärt worden sind.
Die Wurzeln des Feiertages reichen bis in das 4. Jahrhundert zurück. Seit dem 9. Jahrhundert wird er am 1. November begangen. In katholisch geprägten Bundesländern ist Allerheiligen noch heute ein gesetzlicher Feiertag. Dazu zählen:
- Baden-Württemberg,
- Bayern,
- Nordrhein-Westfalen,
- Rheinland-Pfalz und
- das Saarland.
Allerheiligen gilt bis heute als einer der Höhepunkte im Kirchenjahr: Das Fest gehört neben Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Christi Himmelfahrt zu den katholischen Hochfesten.
Allerseelen im Unterschied zu Allerheiligen
Auf das katholische Hochfest Allerheiligen folgt am 2. November der Festtag Allerseelen. Im Unterschied zu Allerheiligen wird an Allerseelen der verstorbenen Verwandten, Freunde und Bekannten gedacht.
Es ist unter anderem Brauch, den Friedhof zu besuchen, Fürbitten für Verstorbene zu halten, Grablichter zu entzünden und Gräber mit frischen Blumen zu schmücken.
An Allerheiligen wird jener Toten gedacht, die sich noch im Zustand der „Läuterung“ befinden. „Dieser letzte Reinigungszustand besteht in der Reue der Verstorbenen über ihre Taten und in der Sehnsucht nach dem gütigen, verzeihenden Gott“, heißt es auf katholisch.de, dem Erklärportal der katholischen Kirche. Hinterbliebene können den Verstorbenen durch Gebete und gute Werke helfen, so die Lehre der katholischen Kirche.
Gesetzlich gesehen ist Allerseelen im Unterschied zu Allerheiligen aber kein Feiertag.

Allerheiligen (1. November) war ursprünglich also kein Tag des Totengedächtnisses. Er stellte ein österliches Fest dar, mit dem die Kirche an die unbekannten Heiligen erinnerte. Der eigentliche Totengedenktag ist Allerseelen (2. November).











