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Home » Der Stadtwagen nahm die A-Klasse voraus
Mobilität

Der Stadtwagen nahm die A-Klasse voraus

By zeit-heute.deMärz 5, 20262 Mins Read
Der Stadtwagen nahm die A-Klasse voraus
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Studie aus den Achtzigern

Raten Sie mal, von welchem Hersteller dieses Auto stammt


05.03.2026 – 10:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Stadtwagen auf Basis des Mercedes-Benz 190: Mit diesem Prototyp wagten die Stuttgarter erste Versuche im sehr kompakten Segment. (Quelle: Mercedes-Benz Classic)

Lange vor der A-Klasse arbeitete Mercedes an Modellen für die Kompaktklasse. Ein Versuchsträger zeigt eine besonders radikale Variante.

Erst mit der A-Klasse wagte sich Mercedes-Benz Ende der Neunzigerjahre in die typische Kompaktklasse. Doch die Idee eines kleineren Modells trieb die Entwickler in Stuttgart schon deutlich früher um. Anfang der 1980er-Jahre entstand auf Basis des damals noch nicht eingeführten W201 ein ungewöhnlicher Versuchsträger.

Bereits in den 1970er-Jahren liefen die Planungen für ein kompakteres Mercedes-Modell, das eine jüngere Kundschaft ansprechen sollte. Daraus ging später der 190er der Baureihe W201 hervor, intern als „Baby-Benz“ bezeichnet. In der Technikabteilung arbeitete man parallel an einer neuen Hinterachskonstruktion: der Raumlenker-Hinterachse. Sie sollte ein präziseres Fahrverhalten gewährleisten und weckte offenbar auch Überlegungen, ein leichteres Fahrzeug für sportliche Einsätze zu schaffen.

Der seriennahe W201 erschien für solche Ambitionen jedoch zu schwer. Also griffen die Ingenieure zu einem radikalen Mittel: Sie verkürzten das Fahrzeug deutlich und verzichteten auf das typische Drei-Box-Design. Der sogenannte „Stadtwagen“ erhielt einen Radstand von nur 2,22 Metern. Statt eines separaten Kofferraums bekam er eine große Heckklappe – angepasst vom T-Modell der Baureihe W123, inklusive dessen Rückleuchten.

Auch an der Front unterschied sich der Prototyp vom späteren Serien-190er. Ein Kunststoffgitter mit dünnen horizontalen Streben, rechteckige Scheinwerfer und ein in Wagenfarbe lackierter Stoßfänger prägten das Bild. Ein Mercedes-Stern fehlte. Offenbar wollte man die Herkunft verschleiern: Türgriffe vom Golf I (ab 1978), Ford-Radkappen und Kölner Kennzeichen sollten Journalisten auf eine falsche Spur führen.

Technisch war der kompakte Prototyp keineswegs ein Sparmodell. Unter der Haube arbeitete ein 2,0-Liter-Vierzylinder mit 122 PS. Der Motor war längs eingebaut, die Kraft wurde über ein Schaltgetriebe an die Hinterräder übertragen. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 175 km/h. Im Innenraum orientierte sich der „Stadtwagen“ weitgehend am W201-Serienmodell. Allerdings bot das Fahrzeug nur zwei Sitzplätze: Der Laderaum mit niedriger Ladekante und ebener Fläche beanspruchte den hinteren Teil des Innenraums.

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