„Rettet die Weltmeisterschaft“
Wie ICE-Einsätze bei der WM 2026 verhindert werden sollen
04.04.2026 – 14:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor der WM 2026 herrschen nicht nur Vorfreude und Euphorie, sondern auch Bedenken über die Lage in den USA. Ein Plan soll nun ICE-Einsätze eindämmen.
Seit einigen Tagen ist das Teilnehmerfeld der WM 2026 komplett. Vor dem XXL-Turnier in Nordamerika gibt es aber trotzdem noch reichlich Fragezeichen, die vor allem in die USA reisende Fans betreffen. Kommen Sie ohne Probleme ins Land? Müssen sie sich dort vor ICE-Einsätzen fürchten? Ein politischer Plan soll zumindest letzteres verhindern.
Drei demokratische Kongressabgeordnete wollen mit drei Gesetzentwürfen den Einfluss der umstrittenen Einwanderungsbehörde rund um die Weltmeisterschaft eindämmen. Einer der Entwürfe trägt den Titel „Save the World Cup Act“, also „Rettet die Weltmeisterschaft“.
Der Plan stammt von der demokratischen Abgeordneten Nellie Pou aus New Jersey und sieht vor, dass ICE-Beamte während des Turniers ein begrenztes Tätigkeitsfeld haben: Im Umkreis von einer Meile, also etwa 1,6 Kilometern, um WM-Stadien oder offizielle Fanfeste sollen sie demnach nicht aktiv werden dürfen.
„Weniger als 90 Tage vor dem Anpfiff sollte die Weltmeisterschaft die Welt zusammenbringen und nicht dazu führen, dass Familien sich fragen müssen, ob ICE-Beamte vor den Stadien auf sie warten“, erklärte Pou. Die Politikerin berichtete dabei von einem Austausch mit Todd Lyons, dem ICE-Interimsdirektor: „Als ich kürzlich den Leiter der ICE direkt um eine einfache Zusicherung bat, dass sie sich von den Spielen fernhalten würden, lehnte er dies ab. Das ist inakzeptabel.“
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Unterstützung erfährt Pou bei ihrem Vorstoß von LaMonica McIver und Eric Swalwell. Beide sind ebenfalls demokratische Kongressabgeordnete und haben weitere Gesetzentwürfe vorgebracht. McIver hat den „Protect World Cup Attendees Act“, also den „Schutz der WM-Besucher“, vorgebracht. Während des Turniers soll dadurch die Verwendung von Bundesmitteln für die Durchsetzung von Einwanderungsbestimmungen verboten werden.
Swalwell hat unterdessen den Entwurf „Safe Passage to the World Cup Act“, also die „Sichere Teilnahme an der WM“ auf den Weg gebracht. Dabei rückt der öffentliche Nahverkehr in den Fokus. ICE-Beamte sollen keine Kontrollen oder gar Razzien im öffentlichen Nahverkehr oder an öffentlichen Verkehrsmitteln ausüben dürfen.
Pou fasste den Hintergrund des Gesetzespakets zusammen. „Es kann kein erfolgreiches Turnier geben, wenn Fans und Spieler sich ständig umschauen müssen“, sagte die Demokratin. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Angst diesen Moment bestimmt und die Spiele ruiniert.“










