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Home » Defekte Ladekabel von E-Autos und Plug-in-Hybriden: TÜV warnt vor Gefahr
Mobilität

Defekte Ladekabel von E-Autos und Plug-in-Hybriden: TÜV warnt vor Gefahr

By zeit-heute.deSeptember 2, 20263 Mins Read
Defekte Ladekabel von E-Autos und Plug-in-Hybriden: TÜV warnt vor Gefahr
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Gefahr droht

Diese Warnzeichen am Ladekabel sollten Sie ernst nehmen


02.09.2026 – 07:20 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ladekabel: Sie sollten regelmäßig auf den Zustand achten. (Quelle: Jan Woitas/dpa/dpa-bilder)

Das Ladekabel eines Elektroautos wird im Alltag stark beansprucht. Schon kleine Schäden können gefährlich werden. Wann Autofahrer genauer hinsehen sollten.

Aufrollen, über den Boden ziehen, Regen und Schmutz – das Ladekabel eines Elektroautos oder Plug-in-Hybriden muss im Alltag einiges aushalten. Mit der Zeit können dabei Schäden entstehen, die nicht immer sofort auffallen. Der TÜV Thüringen warnt deshalb davor, den Zustand des Kabels zu unterschätzen.

Denn beschädigte oder verschlissene Ladekabel können nicht nur Kurzschlüsse verursachen. Im schlimmsten Fall drohen Stromschläge oder Brände. Das betrifft eine wachsende Zahl von Autofahrern: Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes sind in Deutschland inzwischen mehr als zwei Millionen reine Elektroautos und über 1,1 Millionen Plug-in-Hybride zugelassen. Entsprechend häufig kommen Ladekabel zum Einsatz. Doch welche Schäden sind ein Grund, das Kabel nicht mehr zu benutzen?

Diese Schäden sollten Sie ernst nehmen

„Vor jedem Ladevorgang empfiehlt sich eine kurze Sichtprüfung. Risse, Quetschungen, freiliegende Leiter, Verfärbungen oder beschädigte Stecker sind deutliche Warnzeichen“, erklärt Steve Orphal vom TÜV Thüringen.

Auch während des Ladens lohnt es sich, auf Auffälligkeiten zu achten. Erwärmt sich ein Kabel ungewöhnlich stark, sollte es nach Angaben des TÜV nicht weiterverwendet werden, bis die Ursache geklärt ist.

Nicht alle Defekte lassen sich allerdings von außen erkennen. Deshalb kann eine fachgerechte Prüfung sinnvoll sein.

Müssen private Ladekabel regelmäßig geprüft werden?

Für privat genutzte Ladekabel gibt es laut TÜV Thüringen bislang keine entsprechende gesetzliche Prüfpflicht. Anders sieht es aus, wenn Ladekabel für Elektrofahrzeuge betrieblich genutzt werden. Dann zählen sie zu den ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln und müssen gemäß DGUV Vorschrift 3 regelmäßig geprüft werden.

Der TÜV empfiehlt solche Kontrollen auch Privatnutzern – insbesondere, wenn ein mobiles Ladekabel häufig verwendet wird oder bereits Gebrauchsspuren zeigt. Eine fachgerechte Überprüfung ist beispielsweise in entsprechend ausgestatteten Fachbetrieben oder Prüfstellen möglich.

Entdecken Sie einen Schaden, sollten Sie auf keinen Fall selbst tätig werden. Beschädigte Kabel sollten nicht mit Isolierband repariert und anschließend weiterverwendet, sondern außer Betrieb genommen und ersetzt werden. Um Schäden möglichst zu vermeiden, sollten Ladekabel außerdem nicht geknickt, gequetscht oder unter Zug belastet werden. Nach dem Laden empfiehlt der TÜV eine trockene und saubere Aufbewahrung.

Auch beim Kauf des Ladekabels genau hinsehen

Nicht jedes Problem entsteht jedoch erst durch Verschleiß. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) warnt vor minderwertigen Mode-2-Ladekabeln und mobilen Ladegeräten, wie sie unter anderem günstig auf Onlineplattformen angeboten werden.

Bei der Untersuchung eines besonders günstigen Mode-2-Ladekabels stellte der Verband mehrere Sicherheitsmängel fest. Unter anderem löste nach Angaben des ZDK der vorgeschriebene Schutz vor Gleichfehlerströmen bei dem getesteten Gerät nicht aus. Zudem beanstandete der Verband die Abdichtung des Steckers sowie die Signalisierung der möglichen Strombelastbarkeit des Kabels.

Der ZDK rät deshalb zu geprüften Ladekabeln und nennt unter anderem Produkte, die vom Fahrzeughersteller freigegeben oder nach den einschlägigen Normen geprüft sind. Außerdem nennt der Verband CE-, VDE-, TÜV- oder DEKRA-Kennzeichnungen als Merkmale, auf die Käufer achten können.

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