
Datev-Chef warnt
2026 droht ein neuer Insolvenzrekord
Aktualisiert am 10.01.2026 – 09:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Zahl der Insolvenzen ist in Deutschland zuletzt deutlich angestiegen. Eine Besserung der Lage ist nicht in Sicht.
Für 2026 zeichnet sich ein neuer Pleitenrekord ab. Das geht aus einem Bericht des Magazins „Focus“ hervor, das sich auf den Datev-Mittelstandsindex stützt. Datev-Chef Robert Mayr sagte dem „Focus“, er rechne „mit neuen Höchstständen“, weil die Insolvenzen seit 2023 ohne Unterbrechung zunähmen.
„Das sind keine einzelnen Ausschläge nach oben mehr, das ist ein stetiger, schleichender Anstieg“, betonte er. „Die finanziellen Ressourcen und Reserven, insbesondere bei Kleinstbetrieben, schmelzen einfach weg.“ Mayr sprach von einer „Phase der strukturellen Ermüdung“ und betonte, die Situation sei „besorgniserregender als eine konjunkturelle Schwäche“.
Besonders hart treffe die Entwicklung den Einzelhandel und das Gastgewerbe. Mayr erklärte, die seit Jahresbeginn geltende Mehrwertsteuersenkung werde „allenfalls eine Art Pufferffekt“ bieten. Er warnte: „Ohne gezielte weitere Entlastungen werden wir im Gastrobereich flächendeckend Betriebe verlieren.“ Steigende Kosten und rückläufige Umsätze verschärften die Lage zusätzlich.
Für kleine und Kleinstbetriebe sieht Mayr die größte Gefahr. Er erklärte: „Je kleiner die Betriebe sind, desto stärker leiden sie im Augenblick unter dem dritten Jahr Rezession in einer strukturellen Krise“. Bei sehr kleinen Firmen gebe es „richtige Erosionseffekte“. Die Politik reagiere aus seiner Sicht zu stark auf Entwicklungen bei Großunternehmen. Kleine Handwerks- oder Familienbetriebe rückten dagegen kaum in den Fokus.











