Schwitzen ohne Hautreizung
Das sollten Allergiker bei der Wahl des Deos beachten
Aktualisiert am 22.04.2026 – 07:44 UhrLesedauer: 3 Min.
Allergische Haut ist empfindlich und verträgt viele Substanzen nicht. Schwitzen kann Rötungen, Jucken und Brennen verstärken. Worauf es beim Deo ankommt.
Sommerliche Temperaturen sind für Allergiker oft eine echte Herausforderung. Nicht nur, dass verstärktes Schwitzen die Haut unangenehm reizen kann. Auch die Suche nach einem verträglichen Deo gestaltet sich oftmals schwer. Denn: Viele Inhaltsstoffe können allergische Reaktionen begünstigen und die Haut strapazieren. Eine Hautärztin gibt Tipps.
Kontaktallergien: Wenn die Haut Substanzen abwehrt
Schätzungen zufolge haben acht Prozent der Erwachsenen eine Kontaktallergie – Frauen häufiger als Männer. Allergiker mit einer Kontaktallergie wissen um die Empfindlichkeit ihrer Haut. Bei ihnen reagiert das Immunsystem überempfindlich auf bestimmte, eigentlich harmlose Stoffe. Diese Abwehr zeigt sich in Entzündungsreaktionen und Hautausschlägen. Die Haut reagiert mit Rötung, Schwellung, Jucken, Brennen und manchmal sogar mit Bläschen und Nässen.
Diese Stoffe können für die Haut zum Problem werden
Zu den häufigen Auslösern einer Kontaktallergie gehören Metalle, Latex, Klebstoffe, Reinigungs- und Lösungsmittel sowie Pflanzen. Doch auch Produkte zur Hautpflege- und Körperreinigung sowie Kosmetika sind für viele Allergiker ein Problem.
„Viele Produkte wie Duschgele, Cremes, Deos und Parfum enthalten allergiefördernde Stoffe wie bestimmte Duftstoffe, Konservierungsstoffe oder potenziell hautreizende Zusätze wie Alkohol“, erklärt Dr. Uta Schlossberger, Dermatologin aus Köln. „Ideal ist, wenn der oder die Betroffene weiß, auf welche Substanzen die Haut reagiert. Dann kann er sie gezielt vermeiden. Ein Allergietest kann helfen.“

Zur Person
Dr. Uta Schlossberger ist Hautärztin mit eigener Praxis in Köln. Neben der Dermatologie und Venerologie gehören die Bereiche Allergologie, Lasermedizin, Ästhetische Dermatologie und Anti-Aging zu den Schwerpunkten der Fachärztin.
Hautfreundliches Deo für Allergiker: Darauf achten
Die Dermatologin rät Allergikern, bei der Wahl des Deos darauf zu achten, dass dieses möglichst ohne Konservierungsmittel, Farbstoffe, Duftstoffe auskommt und zugleich hautpflegend und hautberuhigend wirkt. Bei empfindlicher Haut werden Deo-Cremes oder -Sticks oft als angenehmer empfunden als Sprüh-Deos oder Deo-Roller – auch weil sie oft ohne hautreizenden Alkohol auskommen.
Duftstoffe sind ein Risiko
„Ruft ein Deo eine allergische Reaktion hervor – die Hautreaktion zeigt sich oft zwei bis drei Tage später –, ist in den meisten Fällen ein Duftstoff der Auslöser“, sagt Schlossberger. Die Intensität der Hautentzündung sei unter anderem von der Abwehrreaktion des Körpers, der Kontaktlänge zum Allergen sowie von dem Duftstoff abhängig.
Diese Duftstoffe sind kritisch für Allergikerhaut
Die als häufig allergieauslösend geltenden Duftstoffe müssen in den Produkten deklariert werden. Laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund e. V. (DAAB) sind das unter anderem:
Hochpotente Allergieauslöser mit hohem Sensibilisierungspotenzial:
- Evernia Prunastri Extract (Eichenmossextrakt)
- Evernia Furfuracea Extract (Baummoosextrakt)
- Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde (Lyral)
- Isoeugenol (Ylang-Ylang, Muskatnussöl)
Potente Allergieauslöser mit mittlerem Sensibilisierungspotenzial:
- Cinnamal (Zimtaldehyd)
- Cinnamyl Alcohol (Zimtalkohol)
- Citral (Zitronenöl, Lemongras)
- Farnesol
- Hydroxycitronellal












