Lieblingsstücke

Das sammeln die Deutschen am liebsten


Aktualisiert am 17.08.2026 – 07:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Gedenkmünze zu Ehren von Königin Elizabeth II.: Warum Münzen Deutschlands Sammel-Hit sind. (Quelle: World Money Fair / ctillmann)

Ob Briefmarken, Kunst oder Wein: Gesammelt wird heute fast alles. Doch ausgerechnet ein alltäglicher Gegenstand liegt bei den Deutschen ganz vorn.

Heutzutage lässt sich fast alles sammeln: von Alltagsgegenständen, Briefmarken und Münzen über Kunstwerke, Spielkarten und hochwertigen Schmuck bis hin zu virtuellen Sammlerstücken wie NFTs.

Doch was sammeln die Deutschen am liebsten? Laut einer Civey-Umfrage im Auftrag der Münzenmesse World Money Fair stehen Münzen an erster Stelle – allerdings nicht wegen ihres bloßen Nennwerts. Was macht Münzen für viele Menschen zu etwas Besonderem?

Münzen liegen vorn – besonders bei jungen Menschen

Laut der Umfrage gab etwas mehr als jeder fünfte Befragte (21,8 Prozent) an, Münzen zu sammeln – noch vor Souvenirs, Briefmarken, Sammelkarten und Schmuck. Besonders auffällig ist der Blick auf die Altersgruppen: Unter den 18- bis 29-Jährigen sammeln 35,1 Prozent Münzen, in der Gruppe der 50- bis 64-Jährigen sind es lediglich 16,1 Prozent. Damit sammelt die jüngste Befragtengruppe mehr als doppelt so häufig wie die ältere.

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„Für viele Menschen sind Münzen und Geldscheine weit mehr als ihr reiner Nennwert“, erklärt Goetz-Ulf Jungmichel von World Money Fair. Das zeigt sich auch in den Gründen, warum besondere Münzen und Geldscheine aufbewahrt werden: Fast jeder Dritte (30,2 Prozent) bewahrt sie als Erinnerung auf, knapp jeder Vierte (23,4 Prozent) als Souvenir aus dem Urlaub. Lediglich 17,1 Prozent behalten Münzen ausdrücklich als Sammelobjekt. Daneben nutzen 21,2 Prozent Bargeld zum Sparen, 12,1 Prozent sehen darin eine Wertanlage.

1.000-Francs-Banknote aus Belgien: Sammeln heißt Erinnern – Geld wird zum Souvenir statt Zahlungsmittel. (Quelle: World Money Fair / ctillmann)

Mehr als ein Hobby: Warum Sammeln Menschen verbindet

Die Psychologie hinter dem Sammeln von Dingen und Wertgegenständen ist tief in der menschlichen Psyche verwurzelt. Der Psychoanalytiker Werner Muensterberger beschreibt in seinen Arbeiten, dass für viele Sammler der systematische Aufbau von Ordnung und das Streben nach Vollständigkeit im Vordergrund stehen. Beides vermittelt häufig ein Gefühl von Kontrolle und innerer Sicherheit.

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