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Home » Das kosten die Stromzähler wirklich
Wirtschaft

Das kosten die Stromzähler wirklich

By zeit-heute.deMärz 25, 20262 Mins Read
Das kosten die Stromzähler wirklich
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Frag t-online

Einbaupflicht: Sind 600 Euro für einen Smart Meter zu viel?


25.03.2026 – 07:09 UhrLesedauer: 3 Min.

imago images 0443101610Vergrößern des Bildes

Intelligenter Stromzähler: Für den Einbau gibt es gesetzliche Obergrenzen. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Robert Bauer-Faro/imago)

Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um die Kosten für den Einbau eines intelligenten Stromzählers.

Wer mit Photovoltaik-Anlage, Speicher, Elektroauto und Co. bei der Energiewende mitmachen möchte, der kommt heute nicht drumherum, einen modernen Stromzähler einzubauen. Der Grund: Sie ermöglichen die Steuerung und Messung der Stromflüsse, damit zu bestimmten Zeiten nicht „zu viel“ Solarstrom ins Netz eingespeist wird, während zu anderen Zeiten wieder teure Gas- und Kohlekraftwerke anspringen müssen, um den Bedarf zu decken. Man nennt das „Flexibilisierung“ des Stromsystems – und die gewinnt im Zuge der Energiewende immer mehr an Bedeutung.

Immer wieder hakt es allerdings bei diesem Prozess. Ein t-online-Leser berichtet, dass sein Netzbetreiber für den Einbau eines Smart Meters 600 Euro verlangt habe. Er möchte wissen: „Kann das sein, wo doch eigentlich eine Obergrenze gelten soll?“

Antwort: Ja, es ist möglich, dass einige Netzbetreiber solche Preise verlangt haben. Vor allem Anfang 2025 gab es viele Medienberichte darüber. Es gab sogar Netzbetreiber, die bis zu 900 Euro für den Einbau der Geräte verlangt haben. Die Verbraucherzentrale hat jedoch gegen diese Unternehmen geklagt und im September 2025 vor zwei Landgerichten gewonnen. Die Richter gaben den Verbraucherschützern Recht und urteilten, dass solche Preise unangemessen sind.

Das hat auch Wirkung gezeigt, denn: In der Regel verlangen Netzbetreiber heute solche Preise nicht mehr und halten sich stattdessen an die Preisgrenzen. Sollten Sie dennoch eine Rechnung für den Smart Meter erhalten, die diese Grenze übersteigt, können Sie sich an Ihre örtliche Verbraucherzentrale wenden und um Unterstützung bitten. Sie können solche Vorfälle auch direkt der Bundesnetzagentur melden, die als Aufsichtsbehörde dem nachgehen kann.

Grundsätzlich gelten die festen, gesetzlichen Preisobergrenzen nur für jene Haushalte, die zum Einbau der Smart Meter verpflichtet sind. Je nach Verbrauch darf der Messstellenbetreiber zwischen 40 und 100 Euro pro Jahr für den Stromzähler berechnen.

Wer vorzeitig einen intelligenten Stromzähler installieren lassen möchte, muss eine zusätzliche Gebühr zahlen – allerdings keine 600 Euro. Die Bundesnetzagentur hat 100 Euro als angemessenen Betrag für den Wunscheinbau anerkannt. Darüber hinaus gelten die üblichen jährlichen Kosten, die auch beim Pflichteinbau anfallen.

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