Schnellen Reichtum gibt es nicht
Man kann mit Disziplin und einer klaren Strategie als Neuling an der Börse bestehen. Höchste Zeit, die wichtigste Regel des Money Managements zu beleuchten: Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen. Oft werden gute Wertpapiere zu früh verkauft und schlechte viel zu lange gehalten. Das Problem: Kleinere Verluste lassen sich leicht wieder aufholen, während größere Verluste sehr schwer zu verkraften sind.
„Wer nur zehn Prozent verliert, braucht einen Gewinn von gut elf Prozent, um den Rückschlag auszugleichen. Bei Verlusten von 50 Prozent ist hingegen eine Verdoppelung notwendig, was bereits extrem anspruchsvoll wird“, so die Experten des Lynx-Brokers. Je kleiner die Verluste sind, desto besser stehen die Chancen, sie wieder aufzuholen. Wer nur kleine Rückschläge verkraften muss, setzt sich intensiver mit Fehlern auseinander und lernt daraus.
Apropos Lernen: Fallen Sie nicht auf das Versprechen vom schnellen Reichtum herein, mit dem dubiose Online-Finanzakademien werben. Wer an der Börse erfolgreich sein will, muss zuerst in seine Bildung investieren und sollte nicht blind irgendwelchen Gurus folgen, ohne die Hintergründe zu verstehen. Gerade in Deutschland steht Anlegern mit Zertifikaten ein Werkzeugkasten zur Verfügung, mit dem sie auf Augenhöhe mit den Profis agieren können.
- Zertifikate: Das sind die Vor- und Nachteile für Anleger
- Hebelprodukte: Leicht verdientes Geld oder viel zu riskant?
Hinzu kommt ein umfangreiches Angebot an Webinaren, Researchmaterial und Informationsangeboten, das international seinesgleichen sucht. Bonus- und Discountzertifikate oder Hebelprodukte sind jedoch keine Garantie für Erfolg. Wer Aktien kauft, sollte wissen, wie das Unternehmen sein Geld verdient und wo die Risiken und Chancen in der Branche liegen. Wenn Zertifikate eingesetzt werden sollen, ist es wichtig, deren Funktionsweise zu verstehen.
SpaceX gehört zu den Risiko-Aktien
Mit Online-Broschüren und Videos bieten die Emittenten inzwischen ein umfangreiches kostenloses Lernprogramm an, sodass jeder das passende Produkt für seine Markterwartung findet. Den Aufbau eines gut strukturierten Depots kann man sich wie eine Pyramide vorstellen. Den Kern bilden defensive Anlagen, vor allem ETFs und Indexzertifikate. Eine optimale Ergänzung bieten Anlagezertifikate, die häufig ein besseres Chance-Risiko-Profil aufweisen als Direktinvestments. Zu den bekanntesten Ausgestaltungen zählen Discount- und Bonus-Zertifikate. Spekulative Titel sollten je nach Risikoneigung einen Anteil von rund zehn Prozent ausmachen. Zur Einordnung – spekulative Aktien müssen nicht jene aus der dritten Reihe sein: Auch SpaceX oder SanDisk – ein Highflyer 2026 – sind ganz klar risikoreiche Papiere.











