
Ranking des Grauens
Verkehrstote: Das ist Europas gefährlichstes Urlaubsland
21.11.2025 – 14:25 UhrLesedauer: 2 Min.
In manchen europäischen Ländern ist Autofahren gefährlicher als anderswo. Doch warum sterben dort so viele Menschen im Straßenverkehr? Die Länder mit den höchsten und niedrigsten Unfallraten.
Eine aktuelle Analyse der Europäischen Kommission zeigt deutliche Unterschiede bei der Zahl der Verkehrstoten in Europa. Die Daten belegen: Vor allem einige Länder Osteuropas haben große Probleme mit der Verkehrssicherheit.
An der Spitze der Liste steht Rumänien, gleichauf mit dem Nachbarn Bulgarien. In beiden Ländern verunglückten jeweils 81 Menschen pro eine Million Einwohner tödlich (2023, aktuellste EU-Zahlen). Auf Platz drei liegt Lettland mit 75 Todesfällen, gefolgt von Kroatien mit 71.
Auch Griechenland (65 Tote) und Portugal (61 Tote) weisen hohe Raten auf. Deutschland liegt mit 34 Toten pro eine Million Einwohner dagegen im unteren Mittelfeld.
Demgegenüber verzeichnen Norwegen und Schweden besonders niedrige Todesraten im Straßenverkehr. Schweden gilt seit Jahrzehnten als Vorreiter in puncto Verkehrssicherheit. Als erstes Land führte es die „Vision Zero“ ein, ein langfristiges Ziel, bei dem keine Verkehrstoten akzeptiert werden.
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist der Ausbau sicherer Straßen. So wurden klassische Überlandstraßen vielerorts durch Straßen mit zwei Fahrstreifen in eine Richtung und nur einem in die Gegenrichtung ersetzt. Die Spuren sind durch eine mittige Leitplanke getrennt. Dadurch wird gefährliches Überholen erheblich reduziert.
Außerdem haben Schweden und Norwegen den Verkehr in ihren Städten gezielt beruhigt. Sie geben mehr Geld für sichere Radwege aus als andere Länder. Und sie haben äußerst strenge Promillegrenzen und konsequente Alkohol- und Tempokontrollen. Ein effektives Punkte- und Bußgeldsystem schreckt potenzielle Verkehrssünder zusätzlich ab.
Um im Urlaub sicher ans Ziel zu kommen, sollten Sie sich zuvor gründlich über die Verkehrsregeln und Besonderheiten im Reiseland informieren. Fahren Sie vorsichtig und vorausschauend, um Unfälle zu vermeiden. Beachten Sie stets alle Tempolimits und Verkehrszeichen und passen Sie Ihre Fahrweise den örtlichen Bedingungen an.
Verzichten Sie auf riskante Überholmanöver und halten Sie stets den nötigen Sicherheitsabstand ein. Planen Sie regelmäßige Pausen ein, um Erschöpfung am Steuer vorzubeugen. Für den Notfall sollten Sie die wichtigsten Notrufnummern und Ihre Versicherungsdaten griffbereit haben.










