
Thomas Gottschalk gibt zu
„Das hatte ich bisher niemandem zugemutet“
26.11.2025 – 11:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Auch zwei Wochen später ist Thomas Gottschalks Bambi-Eklat weiter Thema. Jetzt berichtet der Moderator, wie es sich für ihn angefühlt hat, seine Frau zu beschämen.
Thomas Gottschalk überreichte bei der Bambi-Verleihung am 13. November das goldene Reh in der Kategorie Legende an Sängerin Cher. Während seiner Übergabe verlor er mehrfach den Faden und erhielt Buhrufe, als er sagte: „Du bist die einzige Frau, die ich je ernst genommen habe.“ Tags darauf entschuldigte er sich, erklärte, er habe einen Blackout gehabt, weil der Auftritt eines Cher-Doubles ihn verwirrt habe.
Zu „Bunte“ sagte er nun, er habe „dummes Zeug“ geredet und dass auch er eben „auch nur ein Mensch“ sei. Wie er auf jenen Satz gekommen sei, könne der 75-Jährige nicht mehr sagen, doch im Interview kam er auf die Cher-Verwechslung zurück: Er habe gedacht, die Cher-Darstellerin, die auf einer Kugel von der Decke kam, sei die echte Cher und es dauere noch eine Weile, bis sie bei ihm auf der Bühne ist. „Deshalb habe ich gefaselt, um die Zeit zu überbrücken. Ich habe da einfach rumgelabert – was mir oft im Leben passiert ist. Es hat mir nur bis dahin niemand wirklich übelgenommen.“
Gottschalk sagte, er habe Verständnis dafür, dass ihm dies heutzutage sehr wohl übel genommen wurde, stellte aber klar: „Wer mich jetzt in die Ecke eines Frauenfeindes drängen möchte, der liegt komplett daneben.“
Dennoch war die Situation offenbar insbesondere für Gottschalks Frau Karina Mroß unangenehm. Mit ihr ist der ehemalige „Wetten, dass..?“-Moderator seit 2024 verheiratet. „Sie war nicht begeistert von dem, was ich da verzapft habe“, sagte er. Dem fügte er an: „Fremdschämen kannte ich. Aber ich hatte bisher nie jemandem zugemutet, sich für mich zu schämen. Damit muss ich leben.“ Für ihn steht fest: „Wenn eine Ikone schwächelt, zeigt die Öffentlichkeit eine bemerkenswerte Leidenschaft dafür. Es gibt Menschen, die nur darauf warten, dass einer wie ich stolpert. Und ich bin gestolpert – und nach vierzig Jahren war das wohl fällig.“
Thomas Gottschalk wird sich bald zurückziehen. Am 6. Dezember verabschiedet er sich mit seinem letzten Auftritt in der RTL-Show „Denn Sie wissen nicht, was passiert“ von der TV-Bühne. Dann möchte der Entertainer erst einmal mit seiner Frau reisen. „Das heißt aber nicht, dass ich nie wieder einen Ton von mir gebe“, sagte er.










