
Erkrankungsrisiko
Warum Prostatakrebs auch junge Männer trifft
Aktualisiert am 30.12.2025 – 07:55 UhrLesedauer: 4 Min.
Prostatakrebs ist nicht immer eine Frage des Alters. Auch junge Männer können an einem Karzinom der Vorsteherdrüse erkranken. Wann ist das Risiko erhöht?
Prostatakrebs ist bei Männern in Deutschland die häufigste Krebserkrankung. 2022 erhielten rund 75.000 Männer die Diagnose Prostatakarzinom. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 71 Jahren (Stand: 2020). Doch auch jüngere Männer können einen bösartigen Tumor der Vorsteherdrüse entwickeln. Welche Risikofaktoren sind bekannt?
Als Prostatakrebs oder Prostatakarzinom wird ein bösartiger Tumor in der Vorsteherdrüse (Prostata) bezeichnet. Der Tumor kann verschiedene Bereiche der Prostata betreffen. Angaben des Krebsinformationsdienstes (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) zufolge bildet er sich bei den meisten Männern in der äußeren Zone der Prostata. Am häufigsten entwickelt sich Prostatakrebs aus den Drüsenzellen der Vorsteherdrüse. Laut KID erkranken etwa 95 von 100 Männern an diesem sogenannten Adenokarzinom.
Das Alter gilt als einer der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Prostatakrebs. Laut Krebsinformationsdienst erkrankt statistisch gesehen:
Einer von sieben Männern muss damit rechnen, im Laufe seines Lebens die Diagnose Prostatakrebs zu erhalten. Die Ursachen für die Entstehung von Prostatakrebs sind im Wesentlichen unbekannt. Ob ein Mann an Prostatakrebs erkranken wird oder nicht, lässt sich nicht vorhersagen. Als bedeutsame Risikofaktoren für Prostatakrebs gelten:
Auch die Herkunft scheint eine Rolle zu spielen. Nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten (ZfKD) am Robert Koch-Institut (RKI) erkranken Männer schwarzafrikanischen Ursprungs häufiger als Europäer und weiße Nordamerikaner. Asiaten seien selten betroffen. Welche Rolle Lebensstil und Ernährung spielen, ist noch nicht vollends geklärt. Studien deuten jedoch darauf hin, dass sich eine gesunde Lebensweise mit einer gesunden Ernährung positiv auf die Prävention auswirkt.
Die genauen Gründe für Prostatakrebs in jungen Jahren sind nicht abschließend geklärt. Was man weiß, ist, dass die genetische Veranlagung häufig eine Rolle spielt. Es gibt bestimmte Gene, bei denen das Krebsrisiko erhöht ist. Solche Gene können innerhalb einer Familie vererbt werden. Seien etwa das BRCA2- oder BRCA1-Gen verändert, erhöhe sich das Risiko für Männer, bis zum 65. Lebensjahr an Prostatakrebs zu erkranken, so der Krebsinformationsdienst.










