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Home » Darum ist die Hitzewelle jetzt so heftig
Panorama

Darum ist die Hitzewelle jetzt so heftig

By zeit-heute.deJuni 24, 20263 Mins Read
Darum ist die Hitzewelle jetzt so heftig
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Bis zu vier Grad mehr

Darum ist die Hitzewelle jetzt so heftig


24.06.2026 – 10:47 UhrLesedauer: 2 Min.

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Hitze in Berlin (Archivbild): Laut den Forschern rücken die Grenzen des Erträglichen näher. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa/dpa-bilder)

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Hitze im Sommer gab es schon immer – aber war es bei gleichen Wetterlagen wie jetzt auch früher wirklich schon so warm? Forscher haben die Daten verglichen.

Deutschland ächzt unter einer Hitzewelle, in Frankreich ist es noch extremer. 68.000 Haushalte sind am Mittwoch vom Strom abgeschnitten, weil ein Transformator aufgrund der hohen Temperaturen ausfiel. Im westfranzösischen La Rochelle kratzte das Thermometer schon um 5 Uhr morgens an der 30-Grad-Marke.

Trotzdem behaupten einige, es sei alles ganz normal – sommerlich warm sei es auch früher schon gewesen. Wissenschaftler haben das nun untersucht. Das Ergebnis laut Davide Faranda vom Projekt Climameter: „Das Wettermuster hinter dieser Hitzewelle ist nicht außergewöhnlich. Was außergewöhnlich ist, ist, dass der Klimawandel den Temperaturen in Teilen Westeuropas bis zu 4 Grad Celsius hinzugefügt hat.“

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Climameter beschäftigt sich mit dem Einfluss des Klimawandels auf Wetterbedingungen in Europa. Das Projekt wird von der Europäischen Union und dem französischen Forschungsinstitut CNRS finanziert und vom Klimaforschungsinstitut IPSL unterstützt.

Im Video | So wird das Wetter in Ihrer Region

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Hitze in Deutschland - Duisburg

Quelle: Glomex

3,8 Grad mehr in Mailand, 2,3 Grad in München

Für ihre Analyse haben sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Zirkulationsmuster am 22. Juni angeschaut. „Die Analyse zeigt, dass die mit dem aktuellen Zirkulationsmuster verbundenen Temperaturen etwa 2 bis 4 Grad höher sind, als sie unter ähnlichen meteorologischen Bedingungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewesen wären“, lautet das auf der Homepage von Climameter veröffentlichte Fazit.

Temperaturänderungen bei gleichen Wetterbedingungen: Je röter die Bereiche, umso heißer ist es geworden.Vergrößern des Bildes
Temperaturänderungen bei gleichen Wetterbedingungen: Je röter die Bereiche, umso heißer ist es geworden. (Quelle: Climameter)

Dass ähnliche Wettermuster heute höhere Temperaturen hervorbrächten, liege eindeutig an den hohen Treibhausgasemissionen und der Klimakrise, teilte Climameter weiter mit. In Westeuropa nähmen extreme Hitzeereignisse bereits schneller zu, als es Klimamodelle vorhergesagt hätten. Dies lasse befürchten, dass zukünftige Hitzeprognosen möglicherweise zu konservativ seien. Man nähere sich den Grenzen dessen, woran sich Gesellschaften und Ökosysteme anpassen könnten.

Die Fachleute listen in ihrer Untersuchung die berechneten Temperaturunterschiede für mehrere Städte in Europa und auch in Deutschland auf. Im spanischen Saragossa sei es 4 Grad Celsius heißer, in Mailand 3,8 Grad Celsius und in Paris 2,4 Grad, als es unter ähnlichen Bedingungen noch vor mehreren Jahrzehnten gewesen wäre. Auch in München treibe der Klimawandel die Hitzewelle mit 2,3 Grad Celsius mehr an. In Frankfurt liege der Unterschied bei etwa 1,7 Grad Celsius, in Köln bei 1,6 Grad Celsius und in Berlin bei 1,2 Grad Celsius.

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