
„Sehr plötzlich und unerwartet“
Daran starb „Gewitter im Kopf“-Star Jan Zimmermann mit 27 Jahren
Aktualisiert am 24.11.2025 – 21:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Das YouTube-Duo „Gewitter im Kopf“ gab Einblick in das Leben mit dem Tourette-Syndrom. Nach dem plötzlichen Tod seines Partners meldet sich nun Tim Lehmann zu Wort.
Am Montag erschütterte eine traurige Nachricht die YouTube-Welt: Jan Zimmermann, bekannt durch den Kanal „Gewitter im Kopf“, starb mit nur 27 Jahren. Das bestätigte die Polizei in Bonn der „Bild“ auf Nachfrage. Der Social-Media-Star sei tot in seiner Wohnung in Königswinter gefunden worden. Details zu den Umständen waren zunächst nicht bekannt.
Zimmermann gehörte zu den bekanntesten deutschen Internet-Stars. Der YouTube-Kanal „Gewitter im Kopf“ hat fast zwei Millionen Abonnenten. Der 27-Jährige berichtete darauf und auf anderen Social-Media-Plattformen über sein Leben mit dem Tourette-Syndrom – einer neuropsychiatrischen Krankheit, die sich in sogenannten Tics wie unwillkürliche Bewegungen und Lauten äußert, die von den Betroffenen nur bedingt kontrolliert werden können.
Gemeinsam mit seinem Schulkameraden und besten Freund Tim Lehmann, der nicht an der Erkrankung leidet, klärte Jan Zimmermann über Tourette auf und unterhielt damit viele Menschen. Nachdem die Nachricht vom Tod seines YouTube-Partners bekannt geworden war, meldet sich nun der 26-Jährige selbst zu Wort – und erhebt dabei auch Vorwürfe über die vorangegangene Berichterstattung.
„Leider wurde uns als Angehörigen die Möglichkeit genommen, uns während der Trauer zu äußern“, schreibt Lehmann auf dem Instagram-Account von „Gewitter im Kopf“ zu einem Schwarz-Weiß-Foto von Zimmermann und klärt über die Todesursache auf: „Jan ist sehr plötzlich und unerwartet am 18. November an einem epileptischen Anfall verstorben.“
„Der Schmerz, der in uns sitzt, lässt sich mit keinen Worten beschreiben“, fügt der 26-Jährige hinzu und bedankt sich für die große Anteilnahme. „Wir fühlen uns aktuell nicht in der Lage, mehr dazu zu sagen“, offenbart er und bittet darum, von weiteren Nachrichten diesbezüglich abzusehen.
„Sein Humor, seine Ehrlichkeit und sein großes Herz waren Geschenke, die er mit allen geteilt hat. Er hat Menschen Mut gegeben, die ihn nie persönlich getroffen haben, und hat ihnen gezeigt, dass man auch in schweren Tagen liebevoll und offen durchs Leben gehen kann“, erinnert er an Jan Zimmermann und fügt abschließend hinzu: „Für immer geliebt, für immer unvergessen, wir lassen dich gehen, aber niemals los.“
Gemeinsam hatten die Freunde 2019 den YouTube-Kanal „Gewitter im Kopf“ gegründet, der inzwischen rund zwei Millionen Abonnenten zählt. Das Syndrom nannte Zimmermann liebevoll „Gisela“, viele Videos waren lustig und lehrreich zugleich. „Unser Ziel ist es, offen, humorvoll, aber auch sachlich darüber zu sprechen, um es somit für alle greifbarer und verständlicher zu machen“, beschrieb das Duo seine Mission.
Follower erfuhren unter anderem auch, wie sich Zimmermann mit einer Hirn-OP erfolgreich behandeln ließ. Erst vor einigen Monaten waren die Freunde aus einer längeren Social-Media-Pause zurückgekehrt.










