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Home » DAK legt Zahlen zu Krankmeldungen vor
Politik

DAK legt Zahlen zu Krankmeldungen vor

Von zeit-heute.deJanuar 21, 20262 Min Gelesen
DAK legt Zahlen zu Krankmeldungen vor
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DAK legt Zahlen zu Krankmeldungen vor

Debatte über Kanzler-Vorstoß

DAK legt Zahlen zu Krankmeldung vor

21.01.2026 – 14:42 UhrLesedauer: 3 Min.

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Kanzler Friedrich Merz (CDU) (Archivbild): Seine Aussagen zum Anstieg der Krankheitstage löste Empörung aus. (Quelle: IMAGO/Revierfoto/imago)

Die Deutschen seien im weltweiten Vergleich zu oft krankgeschrieben, klagt der Kanzler. Jetzt streitet die Politik, wie sich das ändern lassen könnte. Die DAK nennt Fehltage.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kritisierte bei einer Wahlkampfveranstaltung vergangene Woche, die hohe Anzahl an Krankheitstagen. Er sieht das telefonische Krankschreiben als Grund dafür. Seine Aussagen hat eine bundesweite Debatte ausgelöst. Für seinen Vorschlag erntete er viel Kritik.

Die Krankenkasse DAK legte in der Debatte jetzt Zahlen vor. Demnach waren DAK-Versicherte im vergangenen Jahr im Schnitt 19,5 Tage krankgeschrieben. „Der Krankenstand in Deutschland pendelt sich demnach auf einem hohen Niveau ein“, erklärte die Kasse am Dienstag. Im Jahr 2024 wurde den Angaben zufolge im Schnitt mit 19,7 Fehltagen nur geringfügig mehr verzeichnet.

Der DAK-Vorstandsvorsitzende Andreas Storm begrüßte die von Merz angestoßene Debatte um den „im internationalen Vergleich hohen Krankenstand“. Er forderte einen Krankenstands-Gipfel im Kanzleramt. Ziel müsse es sein, „Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen an einen Tisch“ zu bringen, um Ursachen und Lösungen zu diskutieren.

Der Kanzler hatte mit Blick auf steigende Fehltage eine Änderung beim Krankschreiben angemahnt. „Arbeitnehmer seien im Durchschnitt 14,5 Tage krank .Das sind fast drei Wochen in denen die Menschen nicht arbeiten, ist dies wirklich notwendig?“, fragte Merz, mit Blick auf die Wirtschaft in Deutschland. Er möchte neue Anreize schaffen, die Menschen sollten ihrer Beschäftigung nachgehen.

Als Grund für die Anzahl der hohen Krankheitstage nannte der Kanzler unter anderem die telefonische Krankschreibung. Diese lade zu Missbrauch ein. Merz fordert nun eine Abschaffung der telefonischen Krankschreibung, um der Arbeitsverweigerung ein Ende zu setzen. Damit erhofft er sich einen positiven wirtschaftlichen Effekt.

Die amtierende Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hielt in der aktuellen Debatte dagegen. Sie kündigte eine Überprüfung der telefonischen Krankschreibung an. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung unterstützt dies. Sie sieht vorwiegend die Gefahr des Missbrauchs.“ Am Telefon kann doch niemand zuverlässig beurteilen, ob jemand arbeitsunfähig ist oder nicht“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen.

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