
Safer Internet Day
Cyberexperte fordert Aufklärungsvideos zu KI-Risiken
Aktualisiert am 10.02.2026 – 08:50 UhrLesedauer: 1 Min.
„Wir müssen Kinder aufs KI-Zeitalter vorbereiten“, sagt der Cyberexperte Rüdiger. Ob Sexting, Spielzeug mit KI oder Tricks Krimineller – der Kriminologe fordert Aufklärungsvideos bei Tiktok und Co.
Die KI als bester Freund? Der Cyberkriminologe Thomas-Gabriel Rüdiger sieht große Risiken: Emotionale Abhängigkeit, aber auch kriminelle Manipulation können gefährlich sein. Er forderte angesichts des Safer Internet Days mehr digitale Bildung in Schulen und Aufklärungsvideos in den sozialen Medien.
Rüdiger warnt, dass Jugendliche und andere Nutzer zunehmend emotionale Bindungen zu KI aufbauten, ohne deren Grenzen zu erkennen. Studien zeigten bereits, dass ein erheblicher Teil der Jugendlichen KI als soziales Gegenüber wahrnehme, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass KI-Chatbots zunehmend eine Rolle als emotionale Partner, Freunde oder Therapeuten einnehmen. Der weltweite Aktionstag – der heutige Safer Internet Day – steht dieses Jahr unter dem Motto „KI and me. In künstlicher Beziehung“.
Langfristig bestehe die Gefahr, dass soziale Fähigkeiten verkümmerten oder falsche, rechtlich oder moralisch problematische Ratschläge gegeben werden – bis hin zu kriminellen Handlungen, so Rüdiger. Auch Täter könnten KI gezielt für Straftaten nutzen.
Die Bundesregierung berief Rüdiger in die neu eingerichtete Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“. Er ist Leiter des Instituts für Cyberkriminologie an der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg.










