
C-reaktives Protein im Blut
Was es heißt, wenn der CRP-Wert erhöht ist
Aktualisiert am 22.01.2026 – 09:00 UhrLesedauer: 6 Min.
Ein Infekt, eine OP, Rheuma: Vieles kann den CRP-Wert im Blut erhöhen. Welcher CRP-Wert ist normal? Und wie lässt sich ein zu hoher Blutwert senken?
Wenn sich der Körper gegen etwas wehrt, zum Beispiel gegen einen Infekt, kommt es zu einer Entzündung. Dabei handelt es sich um ein komplexes Geschehen, an dem viele verschiedene Botenstoffe, Immunzellen und Eiweiße beteiligt sind. Das C-reaktive Protein, kurz CRP, ist eines dieser Abwehr-Eiweiße.
Das CRP wirkt an der sogenannten Akute-Phase-Reaktion mit. Diese heißt so, weil sie bei einer akuten Bedrohung sofort – früher als andere Abwehrmechanismen des Körpers – einsetzt: Die CRP-Konzentration steigt schon innerhalb von sechs bis zwölf Stunden nach dem auslösenden Ereignis (etwa der Infektion) an, was sich durch eine Blutuntersuchung feststellen lässt. Ärztinnen und Ärzte sprechen dann von einem erhöhten CRP-Wert.
Wird irgendwo im Körper Gewebe geschädigt, etwa weil dort Erreger wüten, setzen die betroffenen Zellen bestimmte Botenstoffe frei. Diese regen die Leber dazu an, erhöhte Mengen CRP zu bilden.
Die Eiweiße gelangen dann übers Blut zum angegriffenen Gewebe und sorgen dort unter anderem dafür, dass Zellen des Immunsystems Krankheitserreger bekämpfen sowie abgestorbene oder kranke Zellen und Giftstoffe beseitigen.
Man kann sich die C-reaktiven Proteine also vorstellen wie eine Truppe von Notfallsanitätern am Unfallort: Sie leisten Erste Hilfe. Gezieltere Maßnahmen überlassen sie aber den Spezialisten.
Das C-reaktive Protein zählt zu den Entzündungswerten, also zu den Blutwerten, die bei einer Entzündung ansteigen und die sich dann in erhöhter Konzentration im Blut nachweisen lassen. Da viele Krankheiten mit Entzündungen einhergehen, hat der CRP-Wert allein nur eine begrenzte Aussagekraft.
Bei der Diagnose ist der CRP-Wert also nur ein Puzzlestein im Gesamtbild der Untersuchungsergebnisse. Welche Erkrankung hinter einem erhöhten CRP-Wert steckt, kann die Ärztin oder der Arzt erst nach Auswertung aller Befunde beurteilen. Einen Überblick über mögliche Ursachen bietet das folgende Kapitel.
Ein erhöhter CRP-Wert zeigt, dass im Körper eine Entzündung stattfindet – nicht aber, warum. Oft steckt eine der folgenden Ursachen dahinter, wenn der Wert des C-reaktiven Proteins im Blut zu hoch ist:
Was ein zu hoher CRP-Wert bei Infekten aussagt
Wenn eine Person mit deutlichen Symptomen für einen Infekt zur Ärztin oder zum Arzt geht, kann der CRP-Wert einen ersten Hinweis auf die Art des Erregers liefern: Steckt ein Virus hinter den Beschwerden, steigt der CRP-Wert in der Regel nicht oder nur geringfügig an. Ein hoher CRP-Wert ist eher für durch Bakterien verursachte Infektionen typisch. Deutlich erhöhte Werte können zum Beispiel vorkommen bei:











