Nach 15 Jahren Pause
Comedyklassiker dank Raab vor Comeback
26.02.2026 – 19:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Die beliebte Improvisations-Show „Schillerstraße“ war bis 2011 ein Quotenhit bei Sat.1. Nun arbeitet ausgerechnet Stefan Raabs Firma an einer Neuauflage.
Knopf ins Ohr und los improvisieren – dieses Erfolgsrezept könnte bald wieder im deutschen Fernsehen zu sehen sein. Nach Informationen des Medienmagazins „DWDL.de“ arbeitet die Produktionsfirma Raab Entertainment an einer Neuauflage der „Schillerstraße“. Die beliebte Improvisations-Comedy, die zwischen 2004 und 2011 bei Sat.1 lief und mehrfach ausgezeichnet wurde, könnte nach 15-jähriger Pause ihr Comeback feiern.
Besonders interessant: Die Entwicklung erfolgt laut dem Magazin ohne Stefan Raab als Gastgeber – und offenbar auch nicht für seinen Heimatsender RTL. Raab Entertainment hat sich bereits die Wortmarken „Schillerstrasse“, „Schillerstraße“, „Schillerstrasse Reloaded“ und „Schillerstraße Reloaded“ gesichert.
Das Format, das ursprünglich von Maike Tatzig entwickelt wurde, löste nach seinem Start im Dezember 2004 einen regelrechten Impro-Boom in der deutschen TV-Landschaft aus. Die Grundidee: Prominente mit Knopf im Ohr spielen vor Live-Publikum Impro-Theater und bekommen dabei Anweisungen, die nur sie selbst und das Publikum hören können – nicht aber ihre Mitspielenden.
Die Show sammelte während ihrer Laufzeit zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Deutschen Comedypreis, den Deutschen Fernsehpreis, eine Romy und die Rose d’Or. Nach einer kreativen Pause zwischen April 2007 und Januar 2009 kam die Sendung insgesamt auf 150 Episoden bei Sat.1.
Als Setting diente anfangs die fiktive Wohnung von Cordula Stratmann als Hauptmieterin. Später übernahm Jürgen Vogel diese Rolle. Die Spielleitung lag zunächst bei Georg Uecker, bevor Format-Erfinderin Maike Tatzig selbst diese Position übernahm.
Zu den Stammgästen der „Schillerstraße“ zählten bekannte Comedy-Größen wie Annette Frier, Martin Schneider, Michael Kessler, Ralf Schmitz, Dirk Bach und Bernhard Hoecker. Auch Oliver Pocher, Tetje Mierendorf, Dieter Nuhr, Jürgen von der Lippe, Oliver Welke, Mike Krüger und Martin Klempnow waren regelmäßig zu Gast.
In Deutschland gab es nach dem Ende der „Schillerstraße“ im Jahr 2011 mehrere Versuche, die Grundidee in abgewandelter Form unter verschiedenen Namen zurückzubringen – allerdings ohne vergleichbaren Erfolg. Für welchen Sender oder Streamingdienst die Neuauflage produziert wird und welche Prominenten darin auftreten werden, ist bislang nicht bekannt.












