„Es reicht!“
Collien Fernandes überraschend doch bei Demo für Opferschutz
Aktualisiert am 26.03.2026 – 20:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Tausende gehen in der Hamburger Innenstadt auf die Straße. Sie fordern mehr Schutz für Opfer sexualisierter Gewalt. Auch Collien Fernandes ist dabei.
Tausender Menschen haben bei einer Demonstration in Hamburg mehr Schutz für Opfer sexualisierter Gewalt gefordert. „Es reicht! Die Scham muss die Seite wechseln“, war auf Plakaten zu lesen. Die Idee zu der Demo war aus Solidarität mit Collien Fernandes entstanden.
Die 44-Jährige hatte eigentlich ihre Teilnahme an der Veranstaltung abgesagt – sie trat am Donnerstagabend aber doch auf. „Ich stehe jetzt hier mit einer schutzsicheren Weste mit Polizeischutz und mit Security, weil ich Morddrohungen bekomme“, sagte Fernandes, deren Stimme immer wieder ergriffen stockte. „Da muss man sich nicht mehr wundern, dass so viele Frauen einfach auch den Mut nicht haben, rauszugehen und zu sagen, dieses und jenes wurde mir angetan.“ Immer wieder brandete bei der kurzen Rede von Fernandes lauter Jubel auf.
Auch Klimaaktivistin Luisa Neubauer und Kolumnistin Alexandra Zykunov unterstützten die Aktion am Rathausmarkt. Die Hamburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Annika Urbanski, die die Versammlung angemeldet hatte, sagte, man wolle ein sichtbares Zeichen auf der Straße setzen. Im Aufruf zur Demonstration hieß es: „Der Schutz für Betroffene durch Gesetze hier in Deutschland ist unzureichend. Wir fordern mehr Schutz, klare Gesetze und echte Konsequenzen – online wie offline.“
Auch in Berlin und Hannover waren in den vergangenen Tagen bei ähnlichen Aktionen tausende Demonstranten auf die Straße gegangen.
Hintergrund einer aktuellen Debatte über digitale Gewalt sind schwere Vorwürfe von Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der „Spiegel“ berichtet hatte.










