Heute Abend im TV
Ulmen-Anwalt: Collien Fernandes‘ Auftritt ist „eklatant rechtsstaatswidrig“
Aktualisiert am 29.03.2026 – 15:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Collien Fernandes ist in der Talkshow „Caren Miosga“ zu Gast, um über digitale Gewalt zu sprechen. Der Anwalt ihres Ex-Mannes sieht darin ein großes Problem.
Der Titel der „Caren Miosga“-Sendung am Sonntagabend um 21.45 Uhr lautet „Digitale Gewalt – wie können Frauen besser geschützt werden?“. Zu Gast sind Bundesjustizministerin Stefanie Hubig und Collien Fernandes, die in den vergangenen Tagen die Diskussion losgetreten hat.
Sie wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vor, über Jahre Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber mit zahlreichen Männern kommuniziert zu haben. Er soll laut Fernandes digital generierte pornografische Inhalte, die ihr ähnelten, verbreitet haben. Es gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung.
Dass Fernandes nun in dem ARD-Talk sprechen soll, stößt Christian Ulmens Anwalt Christian Schertz übel auf. Er hält das für „eklatant rechtsstaatswidrig“, sagt Schertz der „F.A.Z.“. Immerhin wurde das Ermittlungsverfahren in Deutschland gerade erst wieder aufgenommen.
Das habe er auch dem NDR mitgeteilt. Dass „nur eine Partei in der Sendung sitzt in einem laufenden Verfahren, halten wir aus mannigfaltigen Gründen für angreifbar und rechtswidrig“, schrieb er Stephan Kittelmann, dem Redaktionsleiter von „Caren Miosga“. Lediglich eine Seite bei laufenden staatsanwaltlichen Ermittlungen zu Wort kommen zu lassen, sei nicht akzeptabel – auch hinsichtlich der Programmgrundsätze des NDR und des NDR-Staatsvertrags.
Laut Schertz habe er sogar selbst angeboten, in die Sendung zu kommen. „Dies wurde jedoch abgelehnt. Die Runde stehe schon fest“, so der Anwalt.
Zu der Darstellung äußerte sich auch die Redaktion von „Caren Miosga“. Es habe tatsächlich ein Telefonat zwischen Schertz und Kittelmann gegeben. Zuvor habe die Redaktion dem Anwalt ein „Konfrontationsschreiben“ mit Fragen an Schertz zu den „in Rede stehenden Vorwürfe gegen seinen Mandanten Christian Ulmen“ geschickt. Das Gespräch sei als Hintergrundgespräch deklariert worden. Schertz habe außerdem gefragt, ob er in der Sendung „benötigt“ werde, was Kittelmann verneinte.












