
Zehn Spiele ohne Sieg
Trainer vor dem Aus: Werder-Boss vermeidet Bekenntnis
31.01.2026 – 19:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach wackelt der Trainerstuhl von Horst Steffen bei Werder Bremen bedenklich. Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz sendet deutliche Signale.
Die Zukunft von Werder Bremens Trainer Horst Steffen steht nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach und zehn sieglosen Spielen in Folge auf der Kippe. Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz vermied erstmals ein klares Bekenntnis zum 56-jährigen Coach und kündigte stattdessen eine gründliche Bewertung der Situation an.
Der Tabellen-14. der Bundesliga konnte mit dem Unentschieden keine nennenswerten Fortschritte im Kampf gegen den Abstieg erzielen. Den Ausgleich erzielte Stürmer Keke Topp erst in der 94. Minute.
„Wir werden das jetzt sacken lassen in Ruhe. Dann setzen wir uns zusammen und analysieren das. Es ist wichtig, dass wir das erst mal für uns einordnen“, erklärte Fritz nach der Partie. Der Werder-Geschäftsführer betonte die Notwendigkeit einer Aussprache: „Wir haben zehn Spiele nicht gewonnen. Es ist klar, dass wir uns hinsetzen und das besprechen müssen.“
Der Sportboss sieht trotz der Krise auch positive Aspekte: „Ich habe auch die Geschlossenheit gesehen bei der Mannschaft. Aber es ist nur ein Punkt. Damit machst du keine großen Sprünge.“ Den letzten Sieg in der Bundesliga feierte Werder am 7. November gegen den VfL Wolfsburg (2:1), anschließend folgten sechs Niederlagen und vier Remis.
Trainer Steffen zeigt sich weiterhin kämpferisch und will seinen Posten nicht aufgeben. „Ich fühle mich gut und bin bereit, diese Aufgabe weiter gut anzunehmen und dem Verein zu dienen. Das ist das, was ich sagen kann. Alles Weitere ist nicht in meinem Bereich“, betonte der 56-Jährige. Der Coach verwies auf sein intaktes Verhältnis zum Team: „Wir können uns in die Augen schauen. Die Art und Weise, wie wir uns heute gewehrt haben, glaube ich, spricht für sich.“
Die anhaltende Misere hat mittlerweile auch das Umfeld des viermaligen deutschen Meisters erfasst. Vor der Begegnung gegen Gladbach starteten Anhänger eine Internet-Petition mit dem Ziel, Sport-Geschäftsführer Fritz zu stürzen. „Ich denke, es ist normal. Dass die Kritik größer wird, gehört dazu“, hatte Fritz vor der Partie bei DAZN zu den Protesten gesagt.










