
Gebrauchtwagen-Check
Citroën C3 beim TÜV: Hier schwächelt der Franzose
Aktualisiert am 13.02.2026 – 07:35 UhrLesedauer: 3 Min.
Französische Autos sind anders. Da macht der Citroën C3 keine Ausnahme. Nur: Die TÜV-Bilanz des Kleinwagens lässt zu wünschen übrig.
Erst die höher gezogene Panorama-Frontscheibe, dann die Airbumps genannten Luftpolster außen an den Türen gegen Parkrempler: Das gewisse Extra, das französischen Autos oft unterstellt wird, löst der Citroën C3 der Erscheinungsjahre von 2009 und 2017 allein mit diesen Merkmalen ein.
Denn die deutsche Kleinwagenkonkurrenz wie VW Polo, Ford Fiesta oder Opel Corsa schreckt vor solcherlei Designwagnissen für gewöhnlich zurück. Dabei fährt sich der C3 auch französisch komfortabel und ist zudem sparsam und wendig. Doch wer sich für einen Gebrauchten interessiert, sollte auf den Jahrgang achten. Der „Auto Bild TÜV-Report 2026“ schreibt: „Mit dem Alter kommen die Malaisen, dann schreiten die TÜV-Prüfer ein.“
Die Bilanz bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) von Achsaufhängungen und Lenkanlage sieht bei beiden Generationen gut aus. Auch an der Bremsfunktion und dem Zustand der Komponenten haben die Prüfer laut Report selten etwas zu meckern. Im Lichtkapitel erntet wenigstens die hintere Beleuchtung drei Jahre alter Modelle ein Lob.
Das Übrige im Lichtkapitel jedoch ist dunkel: Über fast alle Jahrgänge gibt es überdurchschnittlich oft verstelltes Abblendlicht, die Fehlerquoten von Front- und Rückleuchten sowie Blinkern sind ähnlich hoch. Verschlissene Bremsscheiben sind spätestens ab der zweiten HU ein triftiges Thema, dann auch Defekte an der Abgasanlage. Nur der ältere C3 verpatzt die Abgasuntersuchung (AU) zu oft und leidet im Alter zudem unter Ölverlust.
Selten ist der C3 auf deutschen Straßen, zumindest sind die Zulassungszahlen so gering, dass er in vielen Jahrgängen nicht Teil der ADAC-Pannenstatistik ist.
Für Exemplare der Erstzulassungsjahre 2009 und 2010 stuft der Club den Wagen als mittelmäßig ein, Exemplare von 2018 bis 2020 weisen demnach eine „hohe Zuverlässigkeit“ auf. Als Pannenschwerpunkte nennt der ADAC die Zündkerzen bei Autos von 2018 sowie Zündspule (2009 und 2010).
Nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern – drei Preisbeispiele:











