
Aschermittwoch ist alles vorbei
Kölns mächtigster Karnevalist räumt seinen Posten
01.12.2025 – 23:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Ära geht zu Ende: Christoph Kuckelkorn war 21 Jahre lang im Vorstand des Festkomitees. Nun gibt er seinen Rücktritt bekannt – aus einem bestimmten Grund.
Nach 21 Jahren im geschäftsführenden Vorstand des Festkomitees Kölner Karneval zieht sich Präsident Christoph Kuckelkorn zurück. Wie der 61-Jährige beim vorweihnachtlichen Präsidentenabend im Gürzenich bekannt gab, wird er sein Amt nach Aschermittwoch abgeben, teilte das Festkomitee am späten Montagabend in einer Pressemitteilung mit.
„Der Karneval hat von frühester Kindheit an mein Leben geprägt“, wird Kuckelkorn in der Mitteilung zitiert. „Nach 21 Jahren im geschäftsführenden Vorstand des Festkomitees ist es nun an der Zeit, meine Aufgaben in jüngere Hände zu legen.“
Berufliche Gründe hätten den bereits länger geplanten Rückzug beschleunigt. Als Vorsitzender im Beirat eines bundesweiten Bestatternetzwerks mit über 100 angeschlossenen Häusern übernehme er zusätzlich zum Tagesgeschäft seines eigenen Bestattungshauses immer mehr Verantwortung.
Bis zur Wahl eines Nachfolgers übernehmen Vizepräsident Lutz Schade, Vizepräsidentin Christine Flock und die weiteren Vorstandskollegen das Tagesgeschäft. Die für Oktober geplante Mitgliederversammlung soll vorgezogen werden, damit der neue Präsident genügend Zeit hat, die Session 2027 vorzubereiten.
„Zum Abschied schenken wir Chris eine Session, in der er sich ganz aufs Feiern konzentrieren kann, denn das ist in den vergangenen Jahren naturgemäß oft zu kurz gekommen“, sagte Vizepräsident Schade. Kuckelkorn solle sich von möglichst allen der rund 140 Mitgliedsgesellschaften persönlich verabschieden können.
Kuckelkorn ist seit 2005 Mitglied im geschäftsführenden Vorstand. Zwölf Jahre lang war er als Zugleiter der kreative Kopf hinter dem größten Karnevalsumzug Europas. 2017 übernahm er als Nachfolger von Markus Ritterbach das Präsidentenamt.
In seine Amtszeit fielen besondere Herausforderungen wie die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg. Als Präsident des Dachverbandes ist Kuckelkorn zugleich Geschäftsführer einer gemeinnützigen GmbH mit rund 20 Mitarbeitern.
Unter seiner Führung vernetzte sich das Festkomitee verstärkt mit anderen Karnevalshochburgen – national mit Aachen, Bonn und Düsseldorf, international mit Venedig und Rio de Janeiro.
„Der Fastelovend hat mir auf allen Ebenen die Türen geöffnet, um unterschiedlichste Menschen und ihre Gedanken und Träume kennenzulernen“, so Kuckelkorn. „Demnächst werde ich nicht mehr Präsident sein, aber den Jeck im Herzen, den behalte ich und stehe als Ratgeber im Hintergrund bei Bedarf gerne auch weiterhin zur Verfügung.“










