Ermittlungsverfahren

Berlins Chef-Digitalisierer bittet Kai Wegner um Entlassung

Aktualisiert am 26.05.2026 – 17:18 UhrLesedauer: 1 Min.

Kai Wegner (Archivbild): Er will der Bitte nachkommen wollen und Matthias Hundt von seinen Aufgaben entbinden. (Quelle: IMAGO/Bernd Elmenthaler)

Matthias Hundt tritt als Berlins Chief Digital Officer zurück. Zuvor wurde bekannt, dass die Dresdner Staatsanwaltschaft wegen Insolvenzstraftaten gegen ihn ermittelt.

Berlins Chief Digital Officer Matthias Hundt (CDU) will zurücktreten. Er habe den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Dienstag darum gebeten, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden, teilte er mit. Eine Senatssprecherin sagte, Wegner werde der Bitte entsprechen. Der „Tagesspiegel“ hatte zuerst berichtet.

Hintergrund sei ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dresden. Die Behörde ermittle wegen des Verdachts auf Insolvenzstraftaten – im Zusammenhang mit Hundts früherer Tätigkeit als Geschäftsführer der „SDC Sachsen Digital Consulting GmbH“.

Schadenssumme: Knapp zwei Millionen Euro

Wie der „RBB“ berichtet, sollen nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge Anlass für die Ermittlungen sein. Auch wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung werde ermittelt. Die Schadenssumme solle sich auf knapp zwei Millionen Euro belaufen.

Hundts Anwalt wies die Vorwürfe zurück. Sein Mandant habe sich nichts zuschulden kommen lassen, zitierte die Zeitung den Anwalt. Hundt selbst äußerte sich dem „Tagesspiegel“-Bericht zufolge nicht zu den Vorgängen.

Hundt war erst Mitte März ins Amt berufen worden. Weitere Details zu den Ermittlungen nannte die Staatsanwaltschaft Dresden dem Bericht zufolge nicht.

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