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Home » CDU wirft Özdemir „Schmutzkampagne“ vor
Politik

CDU wirft Özdemir „Schmutzkampagne“ vor

By zeit-heute.deMärz 4, 20262 Mins Read
CDU wirft Özdemir „Schmutzkampagne“ vor
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Hagel-Video

CDU wirft Özdemir „Schmutzkampagne“ vor


Aktualisiert am 04.03.2026 – 19:27 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Cem Özdemir (l.) und Manuel Hagel: Der Streit zwischen Grünen und CDU in Baden-Württemberg geht weiter. (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-bilder)

Özdemir sei nicht wie Kretschmann, sagt die Südwest CDU. Sie wirft dem Grünen-Spitzenkandidaten fehlenden „bürgerlichen Anstand“ vor. Auch ein Grüner reagiert.

Die CDU hat Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir nun persönlich wegen des viel kritisierten Videos über CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel angegriffen. „Wer bürgerlichen Anstand hat, vernichtet nicht mit Schmutzkampagnen andere Menschen. Cem Özdemir und die Grünen haben damit ihr wahres Gesicht gezeigt und eindrücklich bewiesen, dass er eben nicht wie Winfried Kretschmann ist“, sagte CDU-Generalsekretär Tobias Vogt der Deutschen Presse-Agentur.

Die Grünen versuchten gezielt, die persönliche Integrität Hagels zu beschädigen, sagte Vogt. Hagel habe umgehend klargestellt, dass seine Aussage, die zu Beginn des Videos zu sehen ist, Mist gewesen sei. „Dennoch sehen wir jeden Tag in den Kommentarspalten das Ergebnis der grünen Schmutzkampagne“, sagte Vogt. Wenn dann von Özdemir über fairen Stil gesprochen werde, könne man nur noch lachen.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein etwa acht Jahre altes Interview vom CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel, das eine grüne Bundestagsabgeordnete in der vergangenen Woche in sozialen Medien gepostet hatte.

Hagel, damals 29 Jahre alt und Landtagsabgeordneter, berichtet darin von einem Schulbesuch. In der Klasse hätten 80 Prozent Mädchen gesessen. „Also da gibt’s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen“, sagt Hagel im Video. Dann geht er auf eine Schülerin ein: „Ich werd’s nie vergessen, die erste Frage, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“ Der Clip sorgt für heftige Kritik am CDU-Spitzenkandidaten.

Der scheidende Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) hatte bereits am Dienstag in einer Pressekonferenz betont, dass es sich nicht um eine konzertierte Aktion der Grünen gehandelt habe. Die Behauptung, das sei eine „orchestrierte Kampagne der Grünen“, sei falsch, sagte Kretschmann auf Nachfrage eines Journalisten. „Das ganze Führungspersonal der baden-württembergischen Grünen, mit denen ich gesprochen habe, die haben das überhaupt nicht gewusst“, versicherte er. Sie hätten erst von dem Video erfahren, als es durch die sozialen Medien gegangen und auf dem Online-Portal eines großen Nachrichtenmagazins publik gemacht worden sei.

Cem Özdemir hatte dazu gesagt, dass seine Partei nichts veröffentlicht habe, sondern „eine Abgeordnete hat was veröffentlicht, was im Netz frei zugänglich ist“. Zudem hatte er Hagel wegen des Videos in Schutz genommen. „Ich bin mir sicher, Herr Hagel würde das heute nicht mehr so formulieren“, sagte Özdemir in einer SWR-Debatte.

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