
Maximum für Besuchergruppen
Urlaubsinsel in Italien stellt neue Regel für Touristen auf
Aktualisiert am 09.02.2026 – 09:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Einfach spontan im Italienurlaub nach Capri schippern? Das wird ab diesem Jahr nicht mehr so leicht möglich sein. Die Inselbewohner begrenzen den Zutritt stark.
In der Hochsaison haben zuletzt täglich rund 50.000 Touristen auf die Insel Capri im Golf von Neapel übergesetzt. Für die nur 13.000 Einwohner wird die große Zahl an Besuchern immer mehr zur Belastung. Nun soll die Zahl begrenzt werden, außerdem soll es stiller werden.
Wie soll das umgesetzt werden? Organisierte Touristengruppen, die die Insel besuchen, dürfen künftig nicht mehr als 40 Personen umfassen. Diese Regelung ist Teil einer neuen Verordnung, die vom Gemeinderat unter der Leitung von Bürgermeister Paolo Falco einstimmig verabschiedet wurde. Die Verordnung wurde in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei und der Tourismusbeauftragten Melania Esposito ausgearbeitet, wie örtliche Nachrichtenportale berichten.
Das Regelwerk sieht vor, dass Gruppen mit mehr als 20 Teilnehmern Kopfhörer nutzen müssen, um die Erklärungen ihres Reiseleiters zu hören. Der Reiseleiter werde verpflichtet, eine gut sichtbare Kelle zu verwenden – anstelle von Regenschirmen, Schals oder anderen schwer erkennbaren Gegenständen, heißt es weiter. Zudem müsse er sicherstellen, dass die Gruppe während des gesamten Rundgangs zusammenbleibt, ohne den verfügbaren Raum vollständig zu blockieren.
„So schützen wir die Insel“, betont der Gemeinderat in einer Mitteilung. Ziel der neuen Vorschriften sei es, Unordnung und Chaos an stark frequentierten Orten wie Aussichtspunkten, historischen Stätten sowie an den neuralgischen Punkten von An- und Abfahrten zu vermeiden. Die Maßnahmen sollen bereits im kommenden Sommer greifen und die Besucherströme besser lenken, um die Lebensqualität auf der Insel zu bewahren.
Die Faszination für die Insel Capri beruht auf einer einzigartigen Mischung aus Naturschönheit, luxuriösem Dolce Vita und historischem Charme. Bekannt für die Blaue Grotte, die Faraglioni-Felsen und das türkisfarbene Meer, bietet die italienische Insel zudem exklusive Boutiquen, gehobene Restaurants und ein mildes Klima, das seit Jahrhunderten Künstler und den Jetset anlockt. Der römische Kaiser Tiberius (Regierungszeit 14 bis 37 n. Chr.) baute hier prunkvolle Villen und zog sich gänzlich aus Rom zurück.











