Taktisches Manöver mit „Wiesel“

Bundeswehr wirft Mini-Panzer mit Fallschirm ab


16.04.2026 – 07:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein leichter Panzer vom Typ „Wiesel“ im Bodeneinsatz. (Archivbild) (Quelle: Maurizio Gambarini/imago)

Die Bundeswehr macht auf „Call of Duty“. Ein Video zeigt, wie die Truppe den Mini-Panzer „Wiesel“ aus der Luft zu Boden schweben lässt. Hinter dem Test steckt taktisches Kalkül.

Die Bundeswehr erweitert ihre taktischen Einsatzfähigkeiten. Ein auf sozialen Medien verbreitetes Video des Heers zeigt einen Militärtest: An drei Fallschirmen wird ein Panzer vom Typ „Wiesel“ von einem Transportflieger ausgesetzt und schwebt zu Boden.

„Fallschirm dran. Käfig in das Transportflugzeug A400M verladen. Losfliegen. Rauswerfen. Fertig“, schreibt die Bundeswehr zu dem Test unter dem Titel: „Kann ein Wiesel fliegen? Wir sagen: Ja!“

Der „Wiesel“ ist ein leichtes Kettenfahrzeug. Das Gefährt wiegt weniger als fünf Tonnen und gilt als sogenanntes Luftwaffensystem. Sein geringes Gewicht erlaubt es, den Mini-Panzer auch an der Außenseite von Transporthubschraubern zu transportieren.

Die Planungen für das Militärfahrzeug reichen zurück bis in die 1960er-Jahre. Damals trieb Porsche unter dem Projektnamen „Kraka“ die Planungen für ein bewaffnetes leichtes Militärfahrzeug voran. Das Projekt wurde später von einer Tochter des Rüstungsherstellers Rheinmetall übernommen. So nahm die Bundeswehr Ende der 70er-Jahre den „Wiesel“ in Betrieb. Zunächst mit einer Maschinenkanone (MK20), später mit dem Flugabwehrsystem Mells. Zudem ist der „Wiesel“ als gepanzertes Sanitätsfahrzeug einsatzbereit.

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In der militärischen Übung wird der „Wiesel“ in einen Transportkäfig verpackt, in einen Flieger verladen und dann aus der Luft abgesetzt. So segelt er an Fallschirmen zu Boden. Punktgenau, „mit einer Genauigkeit von 200 Metern“, wie das Heer im Videomitschnitt erläutert.

Was im Bundeswehr-Video aussieht wie eine militärische Spielerei, hat einen taktischen Hintergrund. Ein Bundeswehr-Mitarbeiter erklärt im Video, dass der „Wiesel“ im militärischen Einsatz von Fallschirmspringern begleitet werde. So lassen sich Luftlandestellungen einrichten, gegebenenfalls auch hinter feindlichen Linien. Das Fachmagazin „Wehrtechnik“ lobte: „Durch seine geringe Größe und niedrige Silhouette war der Wiesel auf dem Gefechtsfeld schwer zu bekämpfen, konnte aber gleichzeitig auch gegen gegnerische Kampfpanzer eingesetzt werden.“ Über mögliche Fehlschläge bei den Tests ist nichts bekannt.

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