Kampf um FDP-Parteivorsitz
Kubicki greift Kontrahenten Höne an
16.04.2026 – 05:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Wahlkampf um den FDP-Parteivorsitz geht weiter: Politik-Urgestein Wolfgang Kubicki findet deutliche Worte für seinen jungen Gegenkandidaten.
Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki hat seinem Kontrahenten Henning Höne die Eignung für den Parteivorsitz abgesprochen. „Ich hätte nicht kandidiert, wenn ich Henning Höne zugetraut hätte, dieses Problem in der sehr kurzen Zeit, die wir haben, zu durchbrechen“, sagte er dem „Spiegel“-Magazin in einem Interview.
Kubicki und Höne wollen auf dem Bundesparteitag Ende Mai für den FDP-Vorsitz kandidieren. Sie sind derzeit beide stellvertretende Vorsitzende der Liberalen. In Bezug auf den 39-jährigen Landespolitiker Höne aus Nordrhein-Westfalen sagte Kubicki: „Damit die Menschen Ihnen zuhören, müssen Sie bekannt sein. Das fehlt ihm derzeit noch.“
Die FDP war bei der vergangenen Bundestagswahl aus dem Bundestag ausgeschieden, bei mehreren Landtagswahlen verpasste sie ebenfalls die Fünfprozenthürde. In aktuellen Umfragen liegt die ehemalige Regierungspartei bei drei Prozent.
Der parteiinterne Wahlkampf helfe dem Mitbewerber nicht, so Kubicki. „Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass wir uns jetzt einen kleinen Battle um den Vorsitz liefern und er dadurch häufiger in den Medien vorkommt.“ Der 74-jährige Kubicki monierte außerdem, in der FDP hätten einige „offenbar das Gefühl, es würde reichen, wenn wir uns mit uns selbst beschäftigen“, so Kubicki.
Angesprochen auf Vorwürfe, er würde einen rechtspopulistischen Kurs bei den Liberalen einschlagen, sagte er: „Ich halte diese ganze Diskussion für komplett absurd“. Er sorge sich lediglich um die Meinungsfreiheit, die er als gefährdet ansieht. „Wenn morgens um sechs Uhr der Staatsanwalt vor Ihrer Tür steht, weil Sie mich als Idioten bezeichnet haben, ist die Meinungsfreiheit eingeschränkt.“ Kubicki widersprach der Annahme, er wolle die FDP nach rechts verschieben: „Das wäre mir neu.“
