
Spiel gegen den FC Bayern
Tickets von AfD-Chef storniert? Bundesligist reagiert
Aktualisiert am 16.01.2026 – 18:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Ärger um VIP-Tickets: AfD-Chef Chrupalla behauptet, RB Leipzig habe seine Karten für das Spiel gegen den FC Bayern storniert. Der Klub bezieht Stellung.
RB Leipzig hat nach Angaben von AfD-Chef Tino Chrupalla über einen Dritten gebuchte VIP-Tickets für ihn und mehrere sächsische Unternehmer für das Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern am Samstag (ab 18.30 Uhr im Liveticker bei t-online) storniert. Der Verein weist diese Vorwürfe jedoch entschieden zurück.
Auf Nachfrage von t-online teilten die Leipziger mit: „Dem von Herrn Tino Chrupalla skizzierten Vorgang widersprechen wir deutlich.“ Demnach habe der Politiker noch nie Karten für ein Heimspiel von RB Leipzig käuflich erworben. „Weder für die Partie gegen den FC Bayern München noch in der Vergangenheit“, so der Klub weiter.
Zudem stellte RB Leipzig klar: „Es gab und es gibt keinerlei vertragliche Beziehungen mit Herrn Chrupalla. Auch gab es zu keinem Zeitpunkt ein oder mehrere Tickets, die auf den Namen Tino Chrupalla personalisiert waren.“
Der AfD-Chef hatte nach eigenen Angaben die Tickets nicht selbst geordert. Ein ihm bekannter Spielerberater habe im Dezember zwölf Karten und einen VIP-Raum auf der Gegentribüne im Leipziger Stadion organisiert, als Geburtstagsgeschenk Chrupallas für einen befreundeten Unternehmer. Die Tickets seien ihm schließlich von dem Bekannten am 10. Januar übermittelt worden, er habe sich diese in der RB-App aufs Handy geladen. Eine Rechnung für die Tickets und Handy-Screenshots konnte dpa einsehen.
Das Bundeskriminalamt, dessen Personenschützer den AfD-Chef in der Öffentlichkeit begleiten, habe sich wie üblich beim Verein nach den örtlichen Gegebenheiten erkundigt. Der Verein bestätigte das auf Nachfrage nicht und verwies bei Fragen zum Bundeskriminalamt an die Behörde.
„Dann kam sofort die Stornierung“, sagte Chrupalla. Die Tickets seien entsprechend auch aus der Handy-App verschwunden. Er sprach von einem Skandal. Dem AfD-Chef zufolge bekam der Organisator der Tickets eine Nachricht vom Verein, in der von einer „ärgerlichen Doppelbuchung“ die Rede ist. Die zwölf erworbenen VIP-Karten müssten rückabgewickelt werden.
Der Verein sagte auf t-online-Nachfrage mit Blick auf die Partie gegen den deutschen Rekordmeister: „Leider ist es vor diesem besonders stark nachgefragten Heimspiel gegen den FC Bayern in unseren VIP-Bereichen zu Überbuchungen gekommen. Bei mehr als einer Million Besucher pro Saison in der Red Bull Arena lassen sich Fehler im Ticketingsystem, die dann entsprechend unserer AGBs umgehend korrigiert werden, nicht gänzlich vermeiden.“
Personen, die von der Überbuchung betroffen sind und deren Eintrittskarten storniert worden sind, haben laut Verein „selbstverständlich ein entsprechendes Kompensationsangebot“ unterbreitet bekommen.











