Er habe den Wal persönlich aus der Nähe inspiziert – und eine Probe aus der Schwanzflosse des Tieres entnommen. Ein Teil der Probe soll nach Deutschland gehen und dort untersucht werden.
Wie Abildstrøm erklärte, sei er sich mit 95 Prozent sicher, dass es sich bei dem Tier um einen Buckelwal handelt. Da der Wal auf einer Seite liege und teilweise von Wasser bedeckt sei, könne er es aber nicht mit hundert Prozent sagen.
- Drama um Wal Timmy eskaliert: Der Wal ist weg – die Ausreden sprießen
Wal-Experte: Strömung trieb Timmy vor Insel
Auch Professor und Wal-Experte Peter Teglberg Madsen geht davon aus, dass es sich bei dem toten Wal um Timmy handelt. Wie er dem dänischen Sender TV2 Østjylland erklärte, sei es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein und dasselbe Tier. Wie Teglberg Madsen mutmaßte, sei Timmy schon vor längerer Zeit gestorben – und wurde dann von der Strömung vor die Insel getrieben.
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Buckelwal Timmy war von der privaten Rettungsinitiative am 2. Mai in der Nordsee freigesetzt worden.
Toter Wal: Till Backhaus bezieht Stellung
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hat sich in einer Pressemitteilung zu dem gestrandeten Walkadaver geäußert. Er erklärte: „Seit der Nacht steht mein Haus in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und darüber mit der dänischen Umweltbehörde. Ziel ist es, zu erfahren, ob es sich bei dem toten Wal um das Tier handelt, das zuvor mehrfach in der Wismarbucht gestrandet war.“
Gleichzeitig betonte er, dass nicht mit einer schnellen Aufklärung zu rechnen sei: „Aufgrund der verkehrstechnischen Lage Anholts rechnen wir jedoch nicht mit schnellen Befunden. Bevor gesicherte Informationen vorliegen, beteilige ich mich nicht an Spekulationen. Davon rate ich auch allen ab, die nun wieder in den sogenannten sozialen Medien Verschwörungstheorien verbreiten oder solchen aufsitzen.“
Nur 200 Kilometer von Freilassungsstelle
Die dänische Insel Anholt ist nur 200 Kilometer von dem Punkt entfernt, an dem Buckelwal Timmy Anfang Mai freigesetzt wurde. Sollte es sich bei dem toten Wal wirklich um Timmy handeln, wäre das Tier zurück in Richtung Ostsee geschwommen – und zum Timmendorfer Strand, wo das Tier Ende März zum ersten Mal gestrandet war.








