Das Wal-Drama im Newsblog

Barge mit Timmy dreht plötzlich zurück in Ostsee ab


Aktualisiert am 01.05.2026 – 08:27 UhrLesedauer: 4 Min.

Die Position des Schlepperverband mit Wal Timmy an Bord um 8.15 Uhr am Samstagmorgen. (Quelle: vesselfinder.com)

Wal Timmy kommt voran – und hat fast die Nordsee erreicht. Doch Experten warnen vor einem gefährlichen Abladen im offenen Meer. Die aktuelle Lage des Ostsee-Wals im Liveblog.

8.20 Uhr: Das Schiff „Fortuna B“, das die Barge mit dem Wal Timmy schleppt, hat plötzlich gewendet und führt nun wieder zurück in Richtung der Ostsee. Der Grund für die Umkehr könnte das aktuelle Wetter sein.

Im Kattegat kommt laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) der Wind am Samstagmorgen aus südlichen bis südwestlichen Richtungen mit einer Stärke 3 bis 4, örtlich bis 5, und dreht im Verlauf auf westliche Richtungen. Später sind Schauer oder örtlich Gewitter möglich, dabei mittlere Sichtverhältnisse, im weiteren Verlauf auch Nebelfelder. Der Seegang erreicht zeitweise etwa einen Meter. Weiter in Richtung Göteborg nimmt die Windstärke jedoch zu. Dort sind Böen zwischen 50 und 60 Kilometern pro Stunde möglich.

4.45 Uhr: Das Transportschiff mit dem vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Buckelwal hat nach tagelanger Reise nun fast die Nordsee erreicht. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder befand es sich am frühen Morgen etwa 11 Seemeilen, das sind rund 20 Kilometer, vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt. Dort, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird. Nach Plänen der privaten Initiative, die für den Transport verantwortlich ist, soll der Wal schließlich ausgesetzt werden. Wo genau, stand zunächst nicht fest.

23.30 Uhr: Das Gespann mit dem Buckelwal ist auf dem Weg entlang von Nordjütland. „Er singt melodischer und kraftvoller. Insgesamt ist er lebhafter, schwebt und floatet in seinem Schwimmbad“, teilte die Geldgeberin der privaten Rettungsinitiative Karin Walter-Mommert der „Bild“ zum Zustand des Buckelwals mit.

20.02 Uhr: Finanziert wird die Rettungsaktion für Wal Timmy unter anderem von der Unternehmerin Karin Walter-Mommert. Im Gespräch mit der „Bild“- Zeitung erklärte sie nun: „Ich möchte, dass Timmy möglichst weit in den Atlantik gebracht wird.“ Ihre Hoffnung richtet sich auf Meeresströmungen vor Norwegen, die bis in die Arktis reichen. Buckelwale nutzen diese nahrungsreichen Routen auf dem Weg zu ihren Fressgebieten im hohen Norden. „Dort wollen wir Timmy entlassen“, sagte sie.

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