
„So viel Boshaftigkeit“
Julio Iglesias bricht sein Schweigen
Aktualisiert am 16.01.2026 – 10:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Zwei Frauen beschuldigen Weltstar Julio Iglesias des Missbrauchs. Jetzt äußert sich der 82-Jährige zu den Vorwürfen.
Zwei frühere Angestellte werfen dem Schlagerstar Julio Iglesias sexuelle Übergriffe, Beleidigungen, Demütigungen, Gewaltanwendung und Zwangsarbeit „in einem Umfeld ständiger Kontrolle und Belästigung“ vor. Das berichteten die spanische Digitalzeitung „elDiario.es“ und der spanischsprachige US-TV-Sender Univisión Noticias vor wenigen Tagen.
Nun hat der Spanier die Vorwürfe zurückgewiesen. „Ich bestreite, jemals eine Frau beschuldigt, unter Druck gesetzt oder respektlos behandelt zu haben. Diese Anschuldigungen sind absolut falsch und machen mich sehr traurig“, schrieb der 82-Jährige auf Instagram.
In seiner Stellungnahme gab er sich kämpferisch: „Ich habe noch nie so viel Boshaftigkeit erlebt, aber ich habe noch die Kraft, die Menschen über die ganze Wahrheit zu informieren und meine Würde angesichts einer so schweren Beleidigung zu verteidigen.“
Gegen Iglesias wurde bei der Staatsanwaltschaft am Nationalen Gerichtshof in Madrid Anzeige erstattet, teilte die Behörde der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Man habe Ermittlungen eingeleitet. Die Justiz wollte der dpa zu den Ermittlungen keine weiteren Details nennen. Dies diene auch dem Schutz der möglichen Opfer. Weitere Details werde man deshalb bis auf Weiteres nicht veröffentlichen. Julio Iglesias selbst hatte Anfragen von Medien tagelang unbeantwortet gelassen.
Bei den betroffenen Frauen handelt es sich dem Bericht zufolge um eine frühere Haushaltshilfe und eine ehemalige Physiotherapeutin des Künstlers. Die mutmaßlichen Taten sollen sich demnach im Jahr 2021 in zwei Villen von Iglesias in Punta Cana in der Dominikanischen Republik sowie in Lyford Cay auf den Bahamas ereignet haben.
In Videos berichten die beiden Frauen anonymisiert als „Laura“ und „Rebecca“ detailreich und zum Teil weinend von ihren Erlebnissen. Julio Iglesias habe ihr „Leben zerstört“. Laut „elDiario.es“ und Univisión Noticias wurden ihre Aussagen von Bekannten und Ärzten der beiden mutmaßlichen Opfer bestätigt.











