Sommer am Rhein

Bekanntes Brauhaus gibt Mitarbeitern hitzefrei


22.06.2026 – 10:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Zapftisch in einem Kölner Brauhaus (Symbolfoto): Kölsch ist im Johann Schäfer, damit ist das Lokal in Köln die Ausnahme, nicht das Stammbier. (Quelle: Winfried Rothermel/imago)

„Hut ab vor solchen Chefs!“: Ein Kölner Brauhaus sorgt während der Hitzewelle mit einer Personalentscheidung für Beifall bei seinen Stammgästen.

Das Brauhaus Johann Schäfer in der Elsaßstraße macht’s in diesen heißen Tagen vor – und bekommt dafür Applaus aus der Kölner Gastro-Community. Wegen der anhaltenden Hitze reduziert das Südstadt-Brauhaus seine Küchenschichten von Montag bis Mittwoch (22.–24. Juni) auf 18 bis 20.30 Uhr. Die Begründung ist deutlich: Hitzefrei für die Küchencrew, das gab es in der vergangenen Woche auch schon für zahlreiche kölsche Pänz.

Der Instagram-Post des Hauses, der die Maßnahme ankündigte, löste am Wochenende große Zustimmung aus. „Hut ab von solchen Chefs!“, schreibt eine Nutzerin. Ein anderer Kommentar ergänzt: „Sollten sich mal alle Chefs in der Gastronomie sowie im Einzelhandel ’ne Scheibe dran abschneiden.“

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Das Brauhaus bleibt allerdings von 17 bis 22 Uhr vollständig geöffnet – für „Fürs Trinken ist gesorgt“, wie das Johann Schäfer ankündigt. In dieser Woche wird es in der Domstadt noch einmal etwas heißer als schon in der Vorwoche: Laut dem Portal „Kachelmannwetter.com“ werden bis Sonntag Temperaturen am Rhein von über 30 Grad erwartet, zwischen Mittwoch und Freitag sollen sie sogar bei 36 Grad liegen. Doch die Hitzewelle bringt wohl auch Gewitter mit sich.

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Südstadt-Brauhaus Johann Schäfer: Mehr Pils als Kölsch

Das Brauhaus Johann Schäfer, seit 2017 in der Südstadt etabliert, geht seit seiner Gründung einen etwas anderen Weg als viele traditionelle Kölner Brauhäuser. Das Haus verkauft bewusst mehr Pils als Kölsch, bietet umfangreiche vegetarische und vegane Küche – und nutzt regionale, nachhaltig produzierte Waren. Die Räumlichkeiten in der Elsaßstraße sind dabei ein Stück Kölner Industriegeschichte – früher war hier mal eine Hufschmiedhalle und dann auch eine Spedition, bis 2017 aber nie ein Brauhaus.

Die Kölner Gastro-Szene ist seit der vergangenen Woche im Übrigen um ein Brauhaus reicher: Die Kölschrock-Band Kasalla hat ein eigenes Brauhaus an der Aachener Straße eröffnet. Wie auch im Johann Schäfer gibt es hier moderne Küche – und das auch zu etwas höheren Preisen als in den traditionsreicheren Gaststätten in der City.

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