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Home » Brand in Schweizer Bar: Experte zweifelt Flashover-Theorie an
Panorama

Brand in Schweizer Bar: Experte zweifelt Flashover-Theorie an

Von zeit-heute.deJanuar 2, 20262 Min Gelesen
Brand in Schweizer Bar: Experte zweifelt Flashover-Theorie an
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Brand in Schweizer Bar: Experte zweifelt Flashover-Theorie an

Nach Brand in Skiort

Experte zweifelt Erklärung der Schweizer Regierung an


Aktualisiert am 02.01.2026 – 12:46 UhrLesedauer: 3 Min.

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Was die Aufnahmen zeigen, sehen Sie im Video. (Quelle: t-online)

In der Silvesternacht kommen zahlreiche Menschen bei einem Feuer ums Leben. Die Schweizer Behörden sprechen von einem sogenannten Flashover. Ein Experte zweifelt diese Erklärung an.

Bei dem Brand in der Bar „Le Constellation“ im Schweizer Skiort Crans-Montana in der Silvesternacht sind etwa 40 Menschen gestorben, 115 weitere wurden teils schwer verletzt. Am Tag nach der Katastrophe suchen Ermittler nach der Ursache für das Inferno. Augenzeugenberichte und Videos, die in den sozialen Netzwerken kursieren, werfen jetzt Fragen auf. Während die Kantonsregierung des Wallis von einem Flashover spricht, glaubt Pyrotechnik-Experte Marco Unger nicht, das sei die Ursache dafür gewesen, dass sich der Entstehungsbrand innerhalb kürzester Zeit zu einem Vollbrand entwickeln konnte.

Im Internet kursieren mehrere, nicht verifizierte Videos des Unglücks in der Bar. Darauf sind Menschen zu sehen, die Champagnerflaschen in Richtung der Decke halten, in denen Wunderkerzen stecken. Es wird darüber spekuliert, dass sie den Brand ausgelöst haben könnten. Laut den Schweizer Behörden soll es in der Folge zu einem Flashover gekommen sein. Marco Unger zweifelt das an. Vielmehr vermutet er, dass bei der Ausstattung der Bar gepfuscht wurde.

Bei einem sogenannten Flashover vermischen sich die hoch brennbaren Gase, die bei einem Brand entstehen, mit Sauerstoff. Durch dieses hochentzündliche Sauerstoff-Gas-Gemisch komme es anschließend zu einer oder mehreren Explosionen, wobei es nicht unüblich sei, dass sogar die Fenster zerbersten, so Unger. Es seien innerhalb kurzer Zeit Temperaturen von bis zu 1.000 Grad möglich.

„Ich habe einige Videos von dem Unglück angeschaut. Einen Flashover konnte ich hier nicht sehen“, erklärte er im Gespräch mit t-online. Stattdessen liege sein Augenmerk auf den Wunderkerzen und der Verkleidung des Lokals. „Man sieht auf den Aufnahmen, dass die gesamte Bar mit billigen Dämmschallplatten verkleidet ist. Diese fangen rasant Feuer – und das bekommt man dann auch nicht mehr so schnell wieder aus“, führt der Experte aus.

Die Flammen der Wunderkerzen würden zwar eigentlich nicht sehr heiß, doch wenn mehrere von ihnen auf diese leicht entflammbaren Platten treffen, könne sich in Sekunden ein verheerendes Feuer ausbreiten. Dass einige Menschen dennoch versucht hätten, das Feuer mit ihren Jacken auszuklopfen, sei aus Sicht von Unger zwar löblich, bringe aber in solchen Fällen nur wenig.

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