
Großer Bayern-Fan
Münchens Kult-Taxifahrer Cissé bekommt eigene TV-Doku
01.02.2026 – 18:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Isaak Cissé kam aus dem Senegal nach München und wurde mit Humor und Dialekt zum Original. Jetzt erzählt er im TV, wie der Kult-Taxifahrer zur festen Größe der Stadt wurde.
Er ist längst mehr als nur ein Taxifahrer: Isaak Cissé, gebürtig aus Dakar im Senegal, gehört in München zu den Gesichtern der Stadt. Mit seinem breiten Bairisch, seinem verschmitzten Humor und seiner Liebe zum FC Bayern hat er sich über Jahrzehnte zum echten Original entwickelt.
Der Bayerische Rundfunk widmet dem Anfang-70-Jährigen nun eine Folge der Reihe „Lebenslinien“. Unter dem Titel „Cissé, der Kult-Taxifahrer“ läuft das Porträt am 2. März 2026 um 22.00 Uhr im BR Fernsehen, in der ARD Mediathek ist es bereits ab 26. Februar abrufbar.
Cissé kam 1977 nach Deutschland, mit dem Traum, seinen Fußballidolen aus München einmal ganz nah zu sein. Anfangs war der Start schwer: Sprachbarrieren, Heimweh, kulturelle Unterschiede. Doch Cissé ließ sich nicht entmutigen – und lernte, was ihn bis heute ausmacht: den bayerischen Dialekt.
Mit der Zeit wurde er zum Publikumsliebling. Als Taxifahrer unterhält er seine Gäste mit Witz, Geschichten und Charme. Durch seine humorvollen Auftritte im BR-Klassiker „Blickpunkt Sport“ wurde er schließlich überregional bekannt. Seine Begeisterung für den FC Bayern brachte ihn nicht nur ins Fernsehen – sie führte ihn auch zu echten Freundschaften mit Klubgrößen wie Uli Hoeneß und Franz Beckenbauer.
Als er einen Schlaganfall erlitt und mehr als ein Jahr nicht mehr arbeiten konnte, erhielt er durch seine Kindheitshelden Hoeneß und Beckenbauer Unterstützung. Auch darum soll es in dem TV-Beitrag gehen.
Nicht immer hatte Cissé es in München jedoch leicht. So berichtete er gegenüber der „tz“ einst von einem rassistischen Vorfall, der ihn noch heute beschäftigt. Vor über 30 Jahren wollte demnach eine Frau am Stachus in sein Taxi einsteigen. Als sie ihn gesehen habe, sei sie zurückgewichen und habe ihn rassistisch beleidigt und geweigert, mit ihm zu fahren. Darauf habe er eine schlagfertige Antwort gehabt: „Ja gut, dann kannst du dich schleichen; du Kuah, du oide.“










